03. März 2012 - Kurkapelle mit neuem Führungsteam – Hohe Auszeichnungen für verdiente Musiker
Veränderungen im Vorstand und die Ehrung hoch verdienter Mitglieder standen auf der Generalversammlung der Kurkapelle am Samstagabend in der Schwarzwaldstube besonders im Blickpunkt. Zuvor aber vermittelte Christoph Kimmig in Vertretung des Schriftführers Martin Baßler ein ereignisreiches Vereinsjahr 2011, in dem die 56 Musikerinnen und Musiker zu 43 Proben und zu 72 Auftritten zusammenkamen. Als Nachwuchs werden bei der Kurkapelle sechs Jungmusiker ausgebildet, sieben Kinder sind in der musikalischen Früherziehung und 173 fördernde Mitglieder unterstützen den Verein.
Die Auftritte erstreckten sich, wie Kimmig ausführte, von Konzertauftritten bei befreundeten Vereinen über Kurkonzerte, Auftritte bei runden Geburtstagen, bei einer Ehrung, bei einer Musikerhochzeit und bei weiteren Anlässen bis zu Auftritten bei kirchlichen Ereignissen und beim eigenen Kirchenkonzert in der Adventszeit. Außergewöhnliche Ereignisse waren der zweitägige Dorfhock sowie das Ständchen für den neu gewählten Bürgermeister Hans-Jürgen Decker. Ein Jahreskonzert wurde wegen der Sanierung der Schwarzwaldhalle nicht gegeben. Die Kameradschaft wurde bei einer Familienwanderung, einer Skifreizeit und bei gemütlichen Runden gepflegt.
Kassiererin Sandra Bühler bilanzierte ein positives Kassenjahr und erhielt von den Kassenprüfern Karl-Jürgen Kiesel und Kurt Hock das Lob: „Es ist beruhigend, die Kasse der Kurkapelle in so kompetenten und fleißigen Händen zu wissen". Ihre Entlastung erfolgte einstimmig, auch die Entlastung der weiteren Vorstandschaft, durchgeführt von Bürgermeister Hans-Jürgen Decker, erfolgte einstimmig. In einem Grußwort dankte Decker der Kurkapelle für ihr Engagement zur Mitgestaltung des kulturellen Lebens in der Gemeinde und lobte ihre Bereitschaft, immer wieder neue Wege zu gehen und somit auch Akzente zu setzen.
Hohe Ehrungen erfuhren mehrere Mitglieder der Kurkapelle. Allen voran Helmut Baßler, Konrad Harter und Kurt Kiesel für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft. Vorsitzender Christoph Baßler würdigte sie als wertvolle Stützen der Kurkapelle. Alle Drei trugen nicht nur als Musiker ihren Teil zum erfolgreichen Wirken der Kurkapelle bei. Helmut Baßler hatte 20 Jahre Verantwortung als Kassier inne und ist auch heute zur Stelle, wenn tatkräftige Hilfe gebraucht wird. Konrad Harter trug mehrere Jahre als Noten- und Instrumentenwart Verantwortung und engagiert sich heute als „Wirt" im Probelokal. Kurt Kiesel engagierte sich mehr als dreißig Jahre als Jugendausbilder und ist seit 1975 Vizedirigent der Kurkapelle. Auch das Amt des Schriftführers und des zweiten Vorsitzenden hatte er zeitweise inne. Vorsitzender Christoph Baßler dankte im Namen der Kurkapelle herzlich mit einem Holzrelief, im Namen des Acher-Renchtal-Musikverbandes überreichte Waltraud Köninger die Große Goldene Ehrennadel mit Ehrenurkunde. Für 45 Jahre wurde Martin Baßler geehrt. Da er von seinem Amt als Schriftführer zurück trat, ging mit seiner Ehrung für 45 Jahre aktive Mitgliedschaft am Samstagabend eine einmalige Ära zu Ende, denn 26 Jahre lang versah Martin Baßler dieses Amt mit hohem Engagement. Zu Ehrenmitgliedern für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Theo Baßler und Hermann Steimle zu Ehrenmitgliedern ernannt. Beide engagierten ebenfalls mehrere Jahre auch als Mitglieder im Vorstand, Theo Baßler vier Jahre als Beisitzer, Hermann Steimle über 13 Jahre hinweg als Beisitzer, Schriftführer und Kassier. Vom Acher-Renchtal-Musikverband überreichte Waltraud Köninger Ehrennadel und Urkunde. Für 30 Jahre wurde Daniel Spinner geehrt, er wirkte zeitweise als Beisitzer sowie als Noten- und Instrumentenwart in der Vorstandschaft mit.
Last but not least wurde dem zweiten Vorsitzenden Christoph Kimmig eine besondere Ehrung zuteil. Er wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft im Vorstand geehrt. „Du hast mit den Posten Beisitzer (4 Jahre), Schriftführer (4), Kassier (9) und Zweiter Vorsitzender (8) Jahre fast alle Ämter der Vorstandschaft durchlaufen", würdigte Vorsitzender Christoph Baßler seinen Stellvertreter und überreichte ein Präsent. Vom Musikverband übergab Waltraud Köninger die silberne Verdienstnadel (Lyra blau) mit Urkunde.
Die Neuwahlen erbrachten folgende neue Zusammensetzung der Vorstandschaft: 1. Vorstand: Stefan Bohnert, 2. Vorstand: Rolf Steimle, Schriftführerin Stefanie Gaiser, Kassier: Sandra Bühler, Noten- und Instrumentenwart: Eva Reimer, Beisitzer: Christoph Kimmig, Christoph Baßler, Andreas Bohnert, Rolf Schmälzle.

Berthold Gallinat 
 
25. Februar 2012 - Musiker auf dem Wasserparcours
Die Musiker der Kurkapelle Ottenhöfen verstehen sich nicht nur auf das Musizieren, sondern auch die Kameradschaft will gepflegt sein und die Jugend des Vereins soll motiviert werden. Diese beiden Aspekte lassen sich ideal bei einem gemeinsamen Ausflug kombinieren.
So machte sich vergangenen Samstag eine Abordnung der Kurkapelle Ottenhöfen gemeinsam mit einigen Musikern in Ausbildung auf den Weg ins Europabad nach Karlsruhe. Treffpunkt war um zehn Uhr und bereits kurz nach elf konnten die ersten Musikerinnen und Musiker ins Wasser springen. Mit tollen Rutschbahnen, einem Wasserparcours und Wildwasserrafting konnten die jungen Musikanten den Tag genießen und auch die nicht mehr ganz so jungen unter den Ausflüglern entdeckten ihre Leidenschaft für die vielen Rutschbahnen. Am frühen Nachmittag ging es dann wieder zurück nach Ottenhöfen, wo die Musiker den Tag im Probelokal der Kurkapelle mit Pizza ausklingen ließen.
 
02. Januar 2012 - Kirchenkonzert kommt Leukämiekranken zugute
Mit einem Kirchenkonzert in der katholischen Pfarrkirche St. Anna stimmte die Kurkapelle Ottenhöfen am ersten Adventssonntag auf die vorweihnachtliche Zeit ein. Das Konzert wurde als Benefizkonzert gegeben, als Empfänger freiwilliger Spenden wurde die Einrichtung „Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH“ (DKMS) ausgewählt. Etwas mehr als 1000 Euro erbrachten die freiwilligen Spenden des Kirchenkonzerts, 1000 Euro hat die Kurkapelle nun an die DKMS überwiesen. Das Geld hilft der Einrichtung ihre Datei weiter auszubauen und damit Leukämiepatienten eine Chance für ihr weiteres Leben zu eröffnen. Jede Registrierung eines neuen, potenziellen Blutstammzellspenders kostet die DKMS 50 Euro. Viele Spender tragen diese Kosten, von denen der größte Teil auf Laborkosten entfällt, selbst, aber nicht jeder kann die 50 Euro aufbringen. Der Restbetrag, der die 1000 Euro überschreitet, fließt in die Jugendarbeit der Kurkapelle.
 
24. Dezember 2011 - Kurkapelle spielt Weihnachtsständchen
Auch in diesem Jahr besuchten die Musiker der Kurkapelle Ottenhöfen am Heiligen Abend die Bewohner des Seniorenheims am Kurpark. Mit fröhlichen und besinnlichen Weihnachtsliedern wurden die Senioren unter der Leitung von Hans-Jörg Steimle auf die Feiertage eingestimmt. Die Musiker zeigten auf diese Weise die Verbundenheit mit den Heimbewohnern in Ottenhöfen. Auch die Jungmusiker Matthias Vogt, Leon Steimle, Katrin Steimle und Johannes Lamm trugen ihr Können dem Publikum vor.
Der Applaus der Zuhörer zeigte, welche Freude das Ertönen der Weihnachtslieder bei den Bewohnern und den Mitarbeitern des Seniorenheims auslöste. Das alljährliche Musizieren ist seit Jahren fest im Terminkalender der Kurkapelle notiert und wird auch im nächsten Jahr fortgeführt werden.
 
18. Dezember 2011 - Musikalische Weihnachtsfeier der Kurkapelle Ottenhöfen
Einen musikalischen Weihnachtszauber konnten die Gäste der Kurkapelle Ottenhöfen vergangenen Sonntagnachmittag genießen. Die Jugend des Vereins lud zum weihnachtlichen Vorspielen mit anschließender Instrumentenvorstellung ein.
Im weihnachtlich dekorierten Proberaum der Kurkapelle zeigte die Jugend bei Kaffee und Kuchen, was sie das Jahr über gelernt hatten. Aber auch ein paar der älteren Musiker spielten Weihnachtsstücke und stellten ihre Instrumente vor. Sogar die jüngsten im Verein trauten sich auf die Bühne: die vierköpfige Blockflötenformation unter der Leitung von Lena Steimle und Jana Steimle spielten „Backe Backe Kuchen“ und bewiesen ihre Bühnentauglichkeit dem Nikolaus persönlich. Der darf bei einem musikalischen
Adventszauber natürlich nicht fehlen und beschenkte die fleißig musizierenden Kinder, aber auch die Gäste mit seinen schokoladenen Gaben. Nachdem alle Instrumente, von Blech, über Holz, bis hin zu Percussion vorgestellt waren, durften sich die jugendlichen Gäste selbst einmal an den Instrumenten ausprobieren. Dabei wurden den verschiedenen Instrumenten mal mehr oder weniger stimmige Töne entlockt.
In weihnachtlicher Atmosphäre konnten die großen und kleinen Gäste der Kurkapelle Ottenhöfen den Nachmittag entspannt und mit viel Musik ausklingen lassen.
 
27. November 2011 - Stimmungsvolle Klänge zum Advent
Mit einem Konzert in der Kirche stimmte die Kurkapelle am ersten Adventssonntag in der katholischen Pfarrkirche St. Anna auf die vorweihnachtliche Zeit ein und erfreute das Publikum mit vielgestaltigen Vorträgen. Das Konzert war ein Benefizkonzert zugunsten krebskranker Menschen sowie auch zur Förderung der eigenen Jugend. Pfarrer Bernhard Benz hieß die Kurkapelle und die Besucher herzlich willkommen und stellte heraus, dass ein solches Konzert die Chance biete, in einem besonderen Raum zu musizieren, dass es aber gleichermaßen Herausforderung sei, an dem besonderen Ort zur Ehre Gottes zu spielen und damit zu würdigen, dass Gott dem Menschen so einzigartige Talente geschenkt habe.
Kindergartenkinder, die an dem Förderprogramm „Singen-Bewegen-Sprechen“ des Landes Baden-Württemberg teilnehmen, setzten den Auftakt zum Konzert mit Liedvorträgen und mit einer Lichterzeremonie, die so richtig zum ersten Advent passte. Die Kurkapelle unter der Leitung ihres Dirigenten Hilger Honauer eröffnete ihr Konzert mit der prächtigen Fanfare „A Triumfant Fanfare“ und schuf mit mächtigen Paukenschlägen, sonorem Hörnerklang und schmetternden Posaunen die feierliche Aura für die folgende Konzertstunde. Ergreifend entfaltete sich aus einem feinen Piano heraus der Vortrag „Choralia“ und wuchs über das Wechselspiel der Register zu einem eindrucksvollen Höhepunkt, auf den hin das Spiel wieder in die Instrumentalgruppen überging und schließlich sanft verebbte. In hoher musikalischer Intensität brachte die Kurkapelle die volksliedhafte Melodie der Komposition „Greensleeves“ zum Ausdruck, großartig gestaltete sie die Komposition „Arche Noah“. Prägnant schuf sie ein schillerndes Klanggemälde, in dem sich der Marsch der Tiere zur Arche sowie Sturm und Regen widerspiegelten. Stimmungsvoll und mächtig im Klang, vortrefflich in der Rhythmik und in der dramatischen Gestaltung zog der Vortrag in das Stimmungsbild hinein. Mit dem Pilgerchor aus Tannhäuser klang das Konzert in der Kirche aus.
Zwischendurch stellte sich der Nachwuchs in verschiedenen Formationen vor und es spielte ein Horn-Quartett. Celine Bohnert und Hanna Buntru traten als Flöten-Duo auf, Leon Steimle und Matthias Vogt zeigten ihr Können auf Euphonium und Posaune und Johannes Lamm zeichnete sich in einem Solo auf dem Xylophon aus. Großer Beifall war der verdiente Lohn für das eindrucksvolle Konzert.

Berthold Gallinat
 
20. November 2011 - Kurkapelle besuchte Schonach
Der Alltag einer Musikkapelle besteht nicht nur aus Musizieren und Probearbeit, sondern auch aus Geselligkeit und abwechslungsreichen Unternehmungen. So besuchte die Kurkapelle Ottenhöfen am vergangenen Wochenende, eine Woche vor ihrem Konzert in der Kirche, das Ferienheim Erwin Schweizer in Schonach für einen verlängerten Familienausflug.
Mit Kind und Kegel reisten die Musiker am Freitagabend in der Ferienhütte im Schwarzwald an, wo das Wochenende mit dem gemeinsamen Abendessen begonnen wurde. Nach einem geselligen ersten Abend wurde aber auch die Musik nicht vernachlässigt und am Samstagmorgen probte die Kapelle einige Weihnachtsstücke und auch für das kommende Kirchenkonzert  wurde geübt. Nach dem Mittagessen zogen dann einige Musiker mit der Vereinsjugend los, um in Schonach und Umgebung eine GPS-Schnitzeljagd zu veranstalten. Die vom Tourismusbüro geliehenen Navigationsgeräte lotsten die Schatzsucher von einer geografischen Koordinate zur nächsten, wo man die Koordinaten der nächsten Station erhielt, um sich so Stück für Stück zum Ziel vorzuarbeiten. Nach einem Fußmarsch über Stock und Stein, Wanderwege ignorierend, nur dem Pfeil des GPS-Gerätes folgend, fanden die jungen Schatzsucher wieder zurück zum Ausgangspunkt, wo süße Preise auf sie warteten. Der zweite und letzte Abend wurde in geselliger Runde am Lagerfeuer verbracht, wo die Musiker der Kurkapelle Ottenhöfen mit Stockbrot und Waldspeck der November-Kälte trotzten. Am Sonntagmorgen probten die Musiker erneut, bevor es ans Packen und Putzen ging und sich alle wieder auf den Heimweg machten.
 
11. November 2011 - Martinsumzug mit vielen Kinderliedern
Am 11.11.2011, dem St. Martinstag, führte der traditionelle Laternenumzug die Kindergartenkinder mit ihren Eltern durch den Kurpark und durch das Dorf hin zum Pfarrheim. Allen voran ritt der heilige St. Martin auf einem echten Pferd. Um das Martinsfeuer unter dem Pfarrheim auf dem Parkplatz wurden noch mehrere Kinderlieder zum Martinsfest angestimmt, wobei die Musikerinnen und Musiker der Kurkapelle den Gesang mit ihren Instrumenten unterstützten. Bei Martinsbrezeln und heißem Glühwein klang das diesjährige Martinsfest dann aus.
 
01. Oktober 2011 - Erste Amtshandlung des neuen Bürgermeisters Hans-Jürgen Decker ist die Trauung des Vorsitzenden der Kurkapelle
Am 01.10.2011 heiratete bei herrlichem Spätsommerwetter der 1. Vorsitzende der Kurkapelle Ottenhöfen Christoph Baßler seine Sarah. Die Kurkapelle begleitete das Paar nach der standesamtlichen Trauung vom Bürgerhaus zur Pfarrkirche. Dort umrahmte die Kapelle unter der Leitung ihres Dirigenten Hilger Honauer die Hochzeitsmesse. Den Sektempfang nach dem Gottesdienst lockerte die Kurkapelle mit einem Platzkonzert auf. Im Anschluss ging es mit Marschmusik zum Hotel Pflug. Der 2. Vorsitzende Christoph Kimmig gratulierte dem neuvermählten Paar im Namen der gesamten Musikerschar. Die Musikerinnen und Musiker feierten mit der Hochzeitsgesellschaft den Rest des Tages zusammen im Hotel Pflug. Bei mehreren Musikbeiträgen ließ es sich Militärdekan Siegfried Weber, der das Paar getraut hatte, nicht nehmen und dirigierte in gekonnter Weise den Marsch "Alte Kameraden".
Die Kurkapelle Ottenhöfen wünscht Sarah und Christoph alles Gute für die gemeinsame Zukunft.
 
02. und 03. Juli 2011 - Musikalische Hits im Wechsel mit Bruddeleien und traditionelle Blasmusik
Zwei klangvolle Musikabende präsentierte die Kurkapelle Ottenhöfen am Wochenende im Kurgarten und gestaltete auf diese Weise ihr Jahreskonzert. Die Idee für das Konzert unter freiem Himmel entwickelte die Kurkapelle mit ihrem Dirigenten Hilger Honauer aus der Einschränkung, dass die Schwarzwaldhalle wegen ihrer Sanierung für ein Jahreskonzert nicht zur Verfügung stand, und diese Idee entfaltete sich zu einer erfolgreichen Veranstaltung, wenn auch die hochsommerlichen Temperaturen an den beiden sonnigen Abenden noch fehlten.

„Bruddeln mit der Kurkapelle“ lautete das Motto am Samstagabend, und wer bruddelt im Achertal und in der Region besser als Nepomuk der Bruddler. Daher war Otmar Schnurr mit von der Partie und gestaltete mit seinen Bruddeleien zu den Vertracktheiten des Alltags den Abend mit. Dies geschah dergestalt, dass er beispielsweise als amüsante Geschichte zum musikalischen Vortrag „Männer“ von Herbert Grönemeyer in seiner unnachahmlichen Erzählkunst schilderte, wie arm doch ein Mann dran ist, wenn er krank wird. Da ist keiner, der ihn bedauert oder zumindest sein Leid verstehen und ihm ein wenig Mitleid entgegen bringen will. Im Gegenteil, nur Hohn und Spott schlägt dem kranken Geschöpf entgegen. Mit großer Freude nahm das Publikum diese Erzählung auf und amüsierte sich auch bei den weiteren Geschichten. Zur Musik von Creedence Clearwater Revival gesellte Otmar Schnurr die Geschichte vom Besuch des englischen Austauschschülers im Achertal, den musikalischen Vortrag der Beatles-Klassiker konterkarierte Otmar Schnurr mit seiner Bruddlergeschichte vom Besuch einer klassischen Oper in Karlsruhe. Auf diese Weise gestaltete sich am Samstagabend im Kurgarten im Wechsel von bekannten Musikhits und glossierenden Geschichten ein sehr schöner musikalisch-literarischer Abend, und wenn auch die Temperatur etwas zum Frösteln Anlass gab, die Musikvorträge der Kurkapelle und Nepomuks Bruddeleien erwärmten dafür wieder.
Der Sonntagabend war ganz der traditionellen Blasmusik gewidmet. Über zwei Stunden hinweg unterhielt die Kurkapelle unter Leitung ihres Dirigenten Hilger Honauer ihr Publikum mit mitreißenden Märschen und klangvollen Polkas. Von der "Waldblumen" Polka über den Marsch „Die Sonne geht auf“ bis zum Schlussvortrag „Bis Bald, Auf Wiedersehen“ spannte sich der klangvolle Musikabend im Kurgarten und erfreute die Liebhaber der traditionellen Blasmusik, die Hilger Honauer mit seiner Kurkapelle in gekonnter Manier zur Geltung brachte. An beiden Konzertabenden belohnte das Publikum die Darbietungen mit großem Beifall.

Berthold Gallinat
 
24. Juni 2011 - Kurkapellen-Jugend stellte sich vor
Einen Abend mit viel Musik konnte man vergangenen Freitag in Ottenhöfen erleben. Die Jugendabteilung der Kurkapelle Ottenhöfen e.V. stellte sich vor und präsentierte ab 19 Uhr im Bürgersaal des Bürgerhauses die musikalische Bandbreite des Vereins. Von Querflöten, über Klarinetten und Trompeten, bis hin zu Tenorhorn und Schlaginstrumente wurden gezeigt und vorgeführt. Auch was das Alter betraf war es ein bunt gemischter Abend. Die Jüngsten haben erst vergangenes Jahr mit ihrer Ausbildung begonnen und so kam es zu einer erfrischenden und abwechslungsreichen musikalischen Mischung aus Etüden, Menuetts und Kinderliedern, wie zum Beispiel Hänschen Klein. Durch das Programm führte Miriam Rösch, die jeden der jungen Musiker vorstellte, welches Instrument gespielt wird und wie lange der jeweilige Musiker bereits in der Kurkapelle Mitglied ist. Im Anschluss der  Veranstaltung war auch für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt, die so die Jugend der Kurkapelle unterstützen konnten.
 
06. Mai 2011 - Verleihung der Bürgerverdienstmedaille an Dietmar Bohnert und Gerhard Roth
In einer Feierstunde im Feuerwehrgerätehaus, die von der Kurkapelle unter der Leitung von Hilger Honauer musikalisch umrahmt wurde, konnte Bürgermeister Dieter Klotz die Bürgerverdienstmedaille, die höchste Auszeichnung der Gemeinde Ottenhöfen, an Dietmar Bohnert und Gerhard Roth verleihen. Beide haben sich lange und in vielfältiger Weise herausragend ehrenamtlich engagiert. Dietmar Bohnert und Gerhard Roth beherrschen etwas, so der Bürgermeister in seiner Ansprache, aus dem andere Nutzen ziehen können. Sie bringen ihre Kompetenz ein, teilen ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihr Talent mit anderen. Sich nicht nur um sich selbst zu kümmern ist praktizierte Solidarität. Ehrenamtlich Tätige tun dem sozialen Klima in einer Gemeinde gut.
Im Ehrenamt vereinen sich Freiheitlichkeit und Verantwortung als Säulen unserer Gesellschaft. Ohne bürgerschaftliches Engagement im Ehrenamt ist ein freiheitlicher, demokratischer und sozialer Staat, und damit auch eine Gemeinde, nicht denkbar. Das ehrenamtliche, freiwillige Engagement hat heute einen so hohen Stellenwert in Deutschland, dass unser Gemeinwesen ohne solches gar nicht mehr auskommen könnte. Dietmar Bohnert und Gerhard Roth haben gezeigt, so der Bürgermeister, was ein Einzelner dazu beitragen und an Positivem erreichen kann und wie viel Freude und persönliche Genugtuung das birgt. Daher ist es auch richtig, ein solches Engagement in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, um für das Ehrenamt zu werben. Wir brauchen Vorbilder in Sachen Menschlichkeit und Miteinander, die zum Nachahmen einladen und zum Mitmachen ermuntern. Wer sich aus freien Stücken und mit Überzeugung für andere einsetzt, dessen Leben erfährt Zuwachs an  Sinn und gewinnt an Freude, und dessen Leben verlängert sich. Klotz erinnerte an die Worte von Mutter Theresa die sagte: „Je mehr Du gibst, desto mehr empfängst Du und wer mit Freuden gibt, gibt am meisten".
Dietmar Bohnert, so listete der Bürgermeister auf, ist seit 1954 bis heute aktiver Musiker in der Kurkapelle und hat in dieser Zeit auch Verantwortung in verschiedenen Funktionen getragen und hat als Musiker viele Ehrungen und Auszeichnungen erhalten. Sein weiteres Engagement galt dem Fußballclub Ottenhöfen, dem er seit 1959 angehört und 18 Jahre aktiver Spieler war. Für den Verein hat er 17 Jahre lang Verantwortung als Vorsitzender getragen. In diese Zeit fielen auch einige herausragende Ereignisse für den Fußballclub. Über die Ortsgrenzen hinaus hat er sich als Schiedsrichter und Bezirks-Schiedsrichter-Obmann im Südbadischen Fußballverband jahrelang engagiert. Auch beruflich war er als Maurermeister 49 Jahre bei der Firma Huber-Bau beschäftigt und war in dieser Zeit 30 Jahre Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses.
Gerhard Roth, so der Bürgermeister, war von 1969 bis 2004 Gemeinderat zunächst in Furschenbach und anschließend in der Gesamtgemeinde Ottenhöfen. In seinem Beruf als Landwirt war er stets im BLHV-Ortsverein engagiert und trägt seit 1994 Verantwortung als 1. Vorsitzender, gleichzeitig ist er seit 1993 Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Ottenhöfen. Seinen Berufsstand hat er auch im Kreisverband Rastatt-Bühl-Achern 35 Jahre lang als Beisitzer im Kreisverband vertreten. Von 1957 bis 1987 war er aktiver Musiker in der Dorfmusik Furschenbach. Besonders engagiert war Gerhard Roth in der Freiwilligen Feuerwehr, in die er 1958 eintrat und den aktiven Feuerwehrdienst als Oberbrandmeister beendete. Durch verschiedene Ausbildungen an der Feuerwehrschule war er auch in mehreren Funktionen in der Wehr tätig, unter anderem 28 Jahre als Stellvertretender Kommandant. Auch mehrere Ehrungen hat er während seines aktiven Feuerwehrdienstes erfahren.
Bürgermeister Dieter Klotz dankte den beiden für ihren Einsatz und überreichte ihnen die Bürgerverdienstmedaille der Gemeinde Ottenhöfen mit einer Urkunde.
In einem Grußwort der Schiedsrichtervereinigung Baden-Baden stelle Reiner Dehmelt in seiner Eigenschaft als stellvertretender Bezirksschiedsrichter-Obmann das Engagement von Dietmar Bohnert in Sachen Schiedsrichter heraus. Gemeinsam habe man 1972 die Schiedsrichterausbildung gemacht. Fordern und fördern hieß stets die Devise von Dietmar Bohnert, der durch sein 20 jähriges Wirken für die Schiedsrichtervereinigung Baden-Baden auf verschiedenen Ebenen Maßstäbe im Schiedsrichterwesen gesetzt hat. Die hohe Auszeichnung dürfte die Krönung aller seiner bisherigen Ehrungen darstellen und steht symbolisch für die Würdigung des gesamten ehrenamtlichen Engagements.
Wolfgang Regenold, ehemaliger Kreisvorsitzender des BLHV stellte in seinem Grußwort fest, dass Gerhard Roth seinen Beruf als Landwirt auch als Berufung versteht. Nicht anders sei sein umsichtiges und nachhaltiges Bestreben die unterschiedlichsten Interessen zwischen agrarischer Produktion und Landschaftserhaltung und Gestaltung zu sehen. Gerhard Roth habe sich in vielen Jahren nicht nur auf örtlicher, sondern auf Kreisebene für seine Berufskollegen eingesetzt und deren Interesse vertreten.
In seinen „Reminiszenzen eines Weggenossen" hielt Otto Schnurr eine Laudatio der besonderen Art auf die beiden Geehrten. In den langen Jahren des besonderen Engagements ergaben sich auch immer mal wieder Situationen und Begebenheiten, die im Nachhinein eher zum „Schmunzeln" einluden. So hat es Otto Schnurr verstanden, auf humorvolle Weise Erinnerungen wachzurufen. Bei Gerhard Roth war es die gemeinsame Zeit im Gemeinderat, aber auch gemeinsame Erlebnisse in der Feuerwehr. Auch von Dietmar Bohnert, mit dem er sich im Fußball sehr verbunden fühlte, gab es einiges amüsantes zu berichten. Dabei erfuhren die Gäste auch, dass Dietmar Bohnert neben seinen vielen Aktivitäten auch noch ein guter Skispringer war, der einzige Achertäler, der auf der Ruhesteinschanze gesprungen ist.
Sowohl Gerhard Roth, wie Dietmar Bohnert bedankten sich am Schluss für die ihnen zuteil gewordene Ehrung und Auszeichnung. Ihr besonderer Dank galt den Familien und insbesondere den Ehefrauen, die ihnen stets den Rücken frei hielten, damit sie diese Ehrenämter überhaupt ausüben konnten.

Hilmar Walter
 
01. Mai 2011 - Maifest der Kurkapelle am Knappeneck
"Hinaus in den Mai" und „Hinauf zum Knappeneck" heißt in traditioneller Weise bei der Kurkapelle Ottenhöfen das Motto für den 1. Mai. Mit ihrem musikalischen Rundgang durch das Mühlendorf begrüßt sie am frühen Morgen den Maifeiertag. Danach lädt die Kurkapelle wieder ein zum Maifest auf dem Knappeneck und bietet allen Ausflüglern, Wanderern, Walkern und Radfahrern auf ihrem Fest am Knappeneck die Gelegenheit zu einer Stärkung bei einer fröhlichen Jause. Ab 10 Uhr bewirten die Musikerinnen und Musiker ihre Gäste. Gegen schlechte Witterungsverhältnisse schützt ein Zelt. Die musikalische Unterhaltung der Gäste übernehmen die „Achertäler Blasmusikanten", sie spielen ab 12.30 Uhr.
 
19. März 2011 - Opern - Open Air war der absolute Höhepunkt
Ab sofort führt die Kurkapelle den Namen „Kurkapelle Ottenhöfen 1866 e.V.“ statt „Kurkapelle Ottenhöfen 1900 e.V.“. Diese Satzungsänderung und weitere mehr beschlossen ihre Mitglieder einstimmig auf der Generalversammlung der Kurkapelle im Hotel Sternen. Hintergrund dafür ist der erfreuliche Umstand, dass der Ottenhöfener Historiker Dr. Hans-Martin Pillin bei seinen Recherchen im Generallandesarchiv eine Urkunde ausfindig machen konnte, die das Jahr 1866 als Gründungsjahr des Ottenhöfener Kurkapelle belegt. Die Berichte zum Vereinsjahr 2010, die Verleihung von Leistungsabzeichen für Jungmusiker und Ehrungen bildeten die weiteren Inhalte der Tagesordnung.
Wie Schriftführer Martin Baßler berichtete, bildete das dreitägige Open Air Konzert mit dem Polizeimusikkorps Karlruhe zur Eröffnung, mit Rock und Pop am Samstagabend und mit einem grandiosen musikalischen Streifzug durch Oper und Operette am Sonntagabend den absoluten Höhepunkt im zurück liegenden Vereinsjahr der Kurkapelle. Aber auch sonst hatte das Vereinsjahr noch Höhepunkte und war mit 45 Musikproben, drei Kurkonzerten und 20 sonstigen Anlässen ein ereignisreiches Jahr. Die Kurkapelle kam Verpflichtungen bei befreundeten Kapellen nach, spielte bei kirchlichen Ereignissen wie zum Weißen Sonntag, an Fronleichnam und am Patrozinium. Sie spielte bei der Eröffnung des Naturerlebnisbades, war an Fasnacht mit dabei, führte erstmals einen Feierabendhock und einen vorweihnachtlichen Markt im Schulhof durch, wirkte beim Volkstrauertag mit und veranstaltete am 1. Advent ein Konzert in der Kirche.
Kassiererin Sandra Bühler konnte ein positives Kassenjahr bilanzieren. Johannes Baßler und Kurt Kiesel hatten die Kasse geprüft und bescheinigten ihr für die umfangreiche Kontenführung eine vorbildliche und sachlich einwandfreie Kassenführung, so dass die Versammlung dem Antrag auf Entlastung einstimmig folgte. Auch die weitere Vorstandschaft erhielt großes Lob für ihre Arbeit und wurde einstimmig entlastet. Als neue Kassenprüfer wurden Kurt Hock und Karl-Jürgen Kiesel gewählt, weitere Wahlen standen nicht an.
Nach dem Erwerb des Jungmusikleistungsabzeichens in Bronze wurden im Januar die Nachwuchsmusiker Lena Steimle, Leon Steimle und Matthias Vogt in die Kapelle übernommen. Sie erhielten ihre Urkunde. Urkunden für das Jungmusikerleistungsabzeichen in Silber überreichte Vorsitzender Christoph Baßler an Selina Basta, Roland Benz und Simon Benz.
Große Ehrungen durch den Verband und vereinsinterne Ehrungen würdigten auf der Generalversammlung der Kurkapelle verdiente Musiker und Vorstandsmitglieder. Die höchste Ehrung für 50 Jahre Musikeraktivität erhielt Hans-Peter Baßler, dem der Vorsitzende für Jahre der Verantwortung als Beisitzer im Vorstand und für seine praktische Hilfe bei außermusikalischen Projekten der Kurkapelle dankte. Waltraud Köninger hielt die Laudatio für den Acher-Renchtal-Musikverband und würdigte das langjährige Engagement von Hans-Peter Baßler mit der Goldenen Ehrennadel und mit der Ehrenurkunde des Bundes Deutscher Blasmusikverbände e.V. Für außergewöhnlichen Einsatz in einem Vorstandsamt wurde Martin Baßler geehrt. Seit 25 Jahren versieht er mit unermüdlichem Einsatz das Amt des Schriftführers bei der Kurkapelle. Waltraud Köninger lobte sein überaus großes Engagement und überreichte ihm die Silberne Verdienstnadel sowie die entsprechende Ehrenurkunde. Für 25 Jahre Musikeraktivität wurden der amtierende Vorsitzende Christoph Baßler, Stefan Bohnert und Hansjörg Steimle mit der Silbernen Ehrennadel geehrt und erhielten die Ehrenurkunde. Die weiteren Ehrungen erfolgten vereinsintern. Für 20 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden geehrt: Johannes Baßler, Tatjana Bohnert und Claudia Schnurr. Dirigent Hilger Honauer wurde für 15 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt und für zehn Jahre Musikeraktivität ehrte die Kurkapelle Laura Buntru, Silke Maier, Marius Rösch, Miriam Rösch und Inge Schnurr.
In einem Grußwort würdigte Bürgermeisterstellvertreter Berthold Gallinat das Wirken der Kurkapelle und stellte ihr besonderes Wirken in der Gemeinde und als guter Botschafter Ottenhöfens auf drei Ebenen heraus: Zum ersten hätten die Ehrungen gezeigt, dass Jung und Alt die Menschen in einem lobenswerten Miteinander mit großartigen Konzerten erfreuten, zum Zweiten leiste die Kurkapelle damit aktive Jugendarbeit und zum Dritten habe die Kurkapelle mit Veranstaltungen wie dem Rock im Kurpark oder dem Opern – Open Air im Kurpark im Achertal außergewöhnliche Zeichen gesetzt. Berthold Gallinat dankte der gesamten Kurkapelle sowie insbesondere dem Dirigenten Hilger Honauer als Initiator und den Verantwortlichen im Vorstand für das bewundernswerte Engagement.
Im Ausblick auf das aktuelle Vereinsjahr wies die Kurkapelle darauf hin, dass wegen der umfangreichen Sanierung der Schwarzwaldhalle kein Jahreskonzert geplant ist. Am ersten Juliwochenende wird im Kurgarten wieder ein Dorfhock veranstaltet, Feierabendhocks sind im Juni, Juli und August vorgesehen.

Berthold Gallinat 
 
13. Februar 2011 - Jana Steimle fährt mit ihrem Ensemble nach Ulm
Das reine Trompetenquartett, das ausschließlich aus Damen besteht, hat beim 48. Regionalwettbewerb "Jugend Musiziert" am 05.02.2011 den 1. Preis mit 23 Punkten erreicht. Durch diese starke Leistung hat sich das Ensemble um Jana Steimle die Weiterleitung zum Landeswettbewerb in Ulm erspielt.
An den Trompeten, die alle von Thomas Neuberth ausgebildet wurden und für die Musikschule Bühl starteten, spielten Melanie Bauer und Kristina Hertlein aus Neusatz, Judith Weis aus Weitenung sowie  Jana Steimle aus Ottenhöfen (im Bild zweite von rechts). Das Bild entstand im Rahmen des Preisträgerkonzerts mit gleichzeitiger Preisverleihung im Mercedes-Kundencenter in Rastatt.
 
23. Januar 2011 - Kurkapelles-Skifahren-Lumpenstückchen-Liedersammlung
Ich weiß, es isch ä Priwileg vum Bruddler, im Dialekt zu schriewe aber monche Sache kommer nur dann richtig usdrucke, wemmer des so macht, wie ma schwätzt.
Ich geh jo au immer mit, wenn d'Musik ons Schiefahre geht, will des vum Hans immer perfekt durchorganisiert isch un mer immer weiß, wo, was geht. Du bruchsch also nix denge. Dodefür ä dickes Donkschie. Er hett diesmol om Wird in unserm Hodel idringlich verzehld, daß mir jetz schu s'zehnte Mol do sinn. Des war so enn Wink mid de Liechtschtong, daß mer alli gehrd wore sin mit blaue Kappe, einere Urkund un ä Abzeiche.
Diesmol hets au ä Neierung geh. Mir sind mit zwei Busse gfahre. Des eine war praktisch ä rechts Audo und des ondere war ä Mietfahrzeig. Des hett ä huffe Sitz un au no viel Platz fürs Gerödel ghett aber die Heizung war im Prinzip nid vorhonde, so daß do drin alli demit beschäftigt ware, bi dene Temperadure morgens vun 10 Grad Käldi während dem Fahre d'Schiewe frei zu gratze. Will jo so viel Platz war in dem Kiehlschronk - so het des Auto no glich gheiße - henn die no ä Kischt Bier mitgnumme. Die war dann om Schluß tatsächlich iigfrore, so daß die Kischt unberiehrd widder mit heim gonge isch und des bi de Musik. Über des Bild bim erschte Zwischestopp, wo die dann alli durchgfrore in de volle Schieglamodde mit Kapp us dem Kombi russgegrobelt sinn, mecht ich mich jetz nit uslosse, ich war jo de Fahrer vum ondere Buss. Do wärs Bier wahrschinlich z'warm gsi. Einer hett sogar sini globigi, iiskaldi Schischue om Parkplatz ozoge, in de Hoffnung, daß des besser isch.
Min eige Gschicht fongt schu ä bissli frieger o. Es war jo immer so, daß om Obend nochem Schiefahre zemme ghockt wore isch und nochem Esse hemmer dann irgendwenn ofonge singe. Awer des war dann immer ä Problem mit dem Text, de Tonart und de Strophe. Do ware immer mä Meinunge wie Stimme do. Viel het mer halt nit richdig kennt und Jungi henn ebbs onderes here welle wie d'Aldi. No hab ich mich on Winachte, wo ä bissl Zidd war, nogsetzt und hab so ä Liedersammlung zemme gschtellt. Au mini Jungi henn gholfe. Die henn moderneri Lieder nigmacht awer es sin au so aldi Lumbelieder gschriewe wore. Gidarrenode hemmer dezue gsuecht und au geteschtet, ob sie stimme. Tonhechi hemmer au opdimiert. 10 Stund sinn sicher druffgonge. D'Frau meint, es ware 10 Däg. Wo dann alles so einigermaße bassd hett, hemmers ä baar mol usdruckt und so isch der Packe zomme mit 2 Gidarre dann mitgnumme wore. De erschte Schiedag war super un om Obend hemmer dann tatsächlich us dem Hefdli ofonge singe. Des war dann schinns so gued, daß d'Gäscht zum Deil gmeint henn, mir sinn än Goschbelchor, obwohl oder grad will do nadierlich au so „englischer Schissdreck" däbie war. Om zweide Dag war d'Sicht im Schiegebied nid so gued. D'Sunn hett de Kompf gege d'Wolge verlore un mir sinn dann frier in ä Hidd. Derd ischs nid long gonge, no war ä mords Stimmung do. Dä Disdschokey het sin Rummsbummsmusik uffglegt und monchmol au midgsunge, obwohl er des wirklich nit kinne het. Unser Claudia hett ihm des dann zeigd, wie des geht und de Rolf hetts ihm direkt ins Gsicht ni gseit, daß er nit singe konn. Dodruf het der ihm dann grad Sahne uf de Kopf gspritzt. Uff so einere Hidd herrsche hald Regle, di konsch nit alli kenne. Mir warde jetzt hald gsponnt druff, ob des villichd ä Middel isch, daß Hoor widder wachse.
Mir henn dann au noch die heimlich Nadionalhimmne vunn de Ehschdricher gsunge „dem Land Tirol die Treue", die au in unserem Hefdli steht und es sinn immer mä Lidd däzue komme, will es bi uns so luschdig war, daß mir om Schluß bi Nachd d'Schiewies na gfahre sinn.
De Obend im Hodel war so gued wie schu om Vordag awer diesmol no mit Ehrung und einige Zusatzrundene von begeischterde Zuehörer.
Om dridde Dag simmer noch bis nochmiddags Schie gfahre und dann mit dem Kiehlschronk und dem rechte Bussli widder heim gfahre, alli gsund und einere Meinung: des mache mir nägscht Johr widder awer mit vorher geteschteter Fahrzeigheizung. Daheim simmer dann noch dere Fahrt im Schneedriewe iwer de Schwarzwald zum Abschluß in de Holzwurm.
Noch so drei Däh siesch zwar din Girdelschnall nimmi, wenn on dir na gugsch aber de Geldbeidel isch schlonk wore. Ich mueß mir jetz noch iwerlege, wie ma des erkläre soll, daß ich eigentlich om Schiefahre war und ich jetz awer heißrig bin un mir die Finger weh denn vum Singe und Gidarre spiele.

Michael Schnurr
 
09. Januar 2011 - Unsere Jugend präsentiert sich
Am vergangenen Sonntagabend wurden die Jungmusiker Leistungsabzeichen (JMLA) im Kurhaus "Alde Gott" in Sasbachwalden im Rahmen der Veranstaltung des Acher-Renchtalmusikverbandes "Unsere Jungend präsentiert sich" verliehen. Der Verbandspräsident Klaus-Peter Mungenast war sehr erfreut über die guten Leistungen der Jugendlichen. Dem Lob schloß sich auch der Finanzminister des Landes Baden-Württemberg, Willi Stächele, an. Die Jungmusiker der Kurkapelle Ottenhöfen waren in den Kategorien Bronze und Silber vertreten. Das bronzene Abzeichen legte Lena Steimle, Leon Steimle und Matthias Vogt ab. Silber absolvierten Selina Basta, Roland Benz und Simon Benz.
 
07. Dezember 2010 - Silvia Hauer ist beste deutsche Nachwuchs-Opernsängerin
Die 23-jährige Mezzosopranistin Silvia Hauer aus Freiburg ist beste deutsche Nachwuchs-Opernsängerin. Im Finale des renommierten Bundeswettbewerbs Gesang setzte sie sich gegen die Konkurrenz durch. Silvia Hauer war bereits im Juli beim Sommernachtskonzert der Kurkapelle in Ottenhöfen zu hören. Auf diesem Wege gratuliert die Kurkapelle Ottenhöfen Silvia Hauer zu diesem großen Erfolg. Herzlichen Glückwunsch! 
"Ich hatte nicht einmal damit gerechnet, nach der ersten Runde weiterzukommen", sagt Silvia Hauer. Weit gefehlt. Am Montagabend setzte sich die Freiburger Mezzosopranistin beim Finale des renommierten Bundeswettbewerbs Gesang in der Komischen Oper Berlin vor 1200 Zuhörerinnen und Zuhörern gegen ihre zehn Konkurrenten durch und ist damit Deutschlands beste Opernnachwuchssängerin. Für ihre Interpretation der Rosina-Arie "Una voce poco fa" aus Rossinis Oper "Der Barbier von Sevilla" erhielt die aus Kehl stammende Sängerin den mit 10 000 Euro dotierten Hauptpreis des Berliner Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD). Doch nicht nur das: Zuvor bereits hatte Hauer den Preis der Gesangspädagogen entgegennehmen dürfen. "Da war ich schon überglücklich", sagt die 23-Jährige gegenüber der Badischen Zeitung, aber der Sieg sei für sie jetzt "das Höchste der Gefühle". Der Preis ist auch eine schöne Anerkennung für Silvia Hauers Gesangsprofessorin Dorothea Wirtz und die Freiburger Musikhochschule, an der die junge Mezzosopranistin im achten Semester studiert. Der Bundeswettbewerb gilt als der bedeutendste nationale Gesangswettbewerb Europas im Genre Oper/Operette/Konzert. An dem nunmehr 39. Wettbewerb hatten sich 242 Nachwuchssänger und – sängerinnen beteiligt. Zu den früheren Gewinnern des Contests gehören Stars wie Thomas Quasthoff oder Christine Schäfer.
 
28. November 2010 - Konzertante Fülle beim vorweihnachtlichen Jubilieren
Zum Konzert in der Kirche hatte am ersten Adventssonntag die Kurkapelle Ottenhöfen eingeladen. Mit den Worten: „Wir erleben dieses Konzert unter dem Licht Jesu“ lud Pfarrer Bernhard Benz in der katholischen Pfarrkirche St. Anna zu diesem Konzert ein und stimmte damit auf die beginnende Adventszeit ein.
Kindergartenkinder eröffneten das Konzert mit einem Lichtertanz, bevor als erstes Stück die die kräftige „Fanfare Jubiloso“ erklang. In erhabener Melodik brachte die Kurkapelle sie zum Tragen und setzte so einen klangvollen Auftakt zum Konzert. Es folgte mit großer musikalischer Hingabe ein ergreifendes Gebet, sonor und inbrünstig gab die Kurkapelle unter dem Dirigat von Hilger Honauer der eucharistischen Hymne „Ave Verum Corpus“ Ausdruck. Tiefe Einfühlsamkeit zeigte die Kurkapelle auch beim Vortrag „Panis Angelicus“, der von Michael Kimmig an der Posaune mit einer sehr schönen Klangfarbe unterstrichen wurde. Weihnachtliche Vorfreude verbreitete die Kurkapelle mit dem Vortrag „Westminster Carol“, der den Kirchenraum mit einem feierlichen Jubilieren erfüllte, majestätisch und tiefgründig erklang der „St. Florian Choral“. „What A Wonderful World“ bildete gewissermaßen die passende Zusammenfassung der wundervollen Musik, die bis dahin in der Kirche erklungen war. Inge Schnurr gab dem schönen Vortrag mit ihrem exponiertem Part am Flügelhorn eine intensive Strahlkraft. Der Vortrag „Ammerland“ beschloss das Konzert in der Kirche, als Zugabe erklang nach den intensiven musikalischen Gesten und der konzertanten Fülle, mit der die Kurkapelle ihr Publikum in den Bann gezogen hatte, der weihnachtliche Schlager „I’m Dreaming Of A White Christmas“. Zwischen den einzelnen Stücken traten eine ganze Reihe von Jungmusikerinnen und Jungmusikern in Duetten, einem Trio und einem Quartett auf und zeigten auf der Klarinetten, Flöten und Posaune und Tenorhorn beachtliches Können.

Berthold Gallinat
 
11. November 2010 - Martinsumzug endete im Pfarrheim
Am Donnerstagabend stellten die Kinder des Kindergartens Ottenhöfen den Inhalt des Martinsfestes in verschiedenen Szenen den Kirchenbesuchern in der Pfarrkirche dar. Da es in diesem Jahr regnete, führte der traditionelle Laternenumzug nicht in den alten Schulhof, sondern bis ins Pfarrheim. Allen voran ritt der heilige St. Martin auf einem echten Pferd. Anschließend wurden noch mehrere Kinderlieder zum Martinsfest angestimmt, wobei die jungen Musikerinnen und Musiker der Kurkapelle sowie die jung gebliebenen Musiker den Gesang mit ihren Instrumenten unterstützten. Bei Martinsbrezeln und heißem Glühwein klang das diesjährige Martinsfest dann aus.
 
22. August 2010 - Kurkapelle auch sportlich spitze
Beim 1. Schwimmbadfest im neuen Naturerlebnisbad in Ottenhöfen hat die Kurkapelle wahrlich abgeräumt! In den klassischen Disziplinen Brustschwimmen, Rückenschwimmen und Kraulen belegte die Mannschaft der Kurkapelle jeweils Podestplätze. Darüber hinaus konnten bei der 1. Deutschen Meisterschaft im Raftingrutschen und dem Spritzbombenwettbewerb weitere Plätze auf dem begehrten Stockerl eingenommen werden. Die durchtrainierten Schwimmer um Mannschaftsführerin Sandra Bühler zeigten sich sehr erfreut über die erreichten Platzierungen.  Des Weiteren deckte die Kurkapelle bei den gut besetzten Wettkämpfen ein Altersspektrum von über 50 Jahren ab und wirkte somit generationenübergreifend bei der Veranstaltung mit. Zu der erfolgreichen Mannschaft zählen Leon Steimle, Rolf Steimle, Michael Kimmig, Helmut Baßler, Johannes Baßler und Mannschaftsführerin Sandra Bühler.

Die Platzierungen im Einzelnen:
1. Platz im Brustschwimmen
1. Platz im Rückenschwimmen
2. Platz im Kraulen
3. Platz im Raftingrutschen
3. Platz im Spritzbombenwettbewerb
 
15. Juli 2010 - Feierabendhock auf dem alten Schulhof
Schöne Polkas wie die „Komotauer Polka", „Schöne Stunden mit Musik" und andere mehr erklangen am Donnerstagabend bei der Kurkapelle im Schulhof der alten Schule. Dort veranstaltete die Kurkapelle ihren ersten Feierabendhock und spielte den Abend über noch mehr als nur Polkas, aber insgesamt eben einfach schöne Melodien, die zu einem beschaulichen Feierabend bei sommerlichen Temperaturen schafften. Der zweite Vorsitzende begrüßte im Verlauf des Abends die Gäste, zu denen auch Bürgermeister Dieter Klotz und mehrere Gemeinderäte gehörten und wünschte ihnen gute Unterhaltung sowie gute Gespräche. Diese hatten die Gäste im Verlaufe des Abends offensichtlich auch. Der nächste Feierabendhock findet am Donnerstag, den 19. August um 19.00 Uhr statt.
 
04. Juli 2010 - Eine Sommernacht voller Musik
Die Welt der Operette und der Oper entfaltete die Kurkapelle am Sonntagabend im Kurgarten und beschloss damit ihre Open Air-Konzertreihe zum 110-jährigen Bestehen der Kapelle. Wie die beiden vorausgegangenen Konzerte wurde auch das letzte Konzert zu einem ergreifenden Musikerlebnis. Die gesanglichen Hörgenüsse trugen die Sängerinnen Silvia Hauer(Mezzo-Sopran) und Kartin Le Provost(Sopran) sowie der Tenor Patrick Labiche dazu bei und Otmar Schnurr verstand es als Moderator in unnachahmlicher Art die Übergänge zu den einzelnen Vorträgen zu schaffen, indem er einerseits die musikalischen Vorträge mit knappen Informationen in ihren Zusammenhang stellte, andrerseits mit humorvollem Lokalkolorit einer steifen Klassik-Aura gegensteuerte. So passte denn beides bestens zusammen, die anspruchsvolle Musik von der Konzertbühne und eine heitere Open Air-Atmosphäre im Kurgarten.
Mit dem „Einzug der Gäste“ aus Richard Wagners Oper Tannhäuser eröffnete die Kurkapelle im Kurgarten ihr Sommernachtskonzert, verspielte Klanggirlanden und huldvolle Klangströme, rhythmisierende Register und astralklare Fanfarenstöße vermittelten ein eindrückliches musikalisches Panorama der illustren Szenerie aus Wagners Oper und setzten die ersten musikalischen Zeichen für das folgende, eindrucksvolle Konzert. In hoher Musikalität folgte ein Streifzug durch verschiedene Opern wie „Der fliegende Holländer“ und „Der Freischütz“, bis Silvia Hauer den ersten gesanglichen Part in das Konzert einbrachte und mit ausdrucksstarkem, tiefgründigem Timbre die Habanera aus „Carmen“ sang.
Nach wogender Walzerseligkeit beim Vortrag des Kaiserwalzers, der mit majestätischer Geste ausklang, hatte Sopranistin Katrin Le Provost ihren ersten gesanglichen Auftritt und gab nach den dunklen Klangfarben der Habanera den hellen Klangfarben des Vilja-Liedes aus Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“ in einfühlsamer Weise Ausdruck. Tenor Patrick Labiche trat mit der Arie „Dein ist mein ganzes Herz“ aus Lehárs Operette „Das Land des Lächelns“ auf die Bühne und trug sie klanggewaltig aus ganzer Seele vor. Damit war das Sängertrio des Abends komplett und hatte in Gesangpartien aus der „Czardas-Fürstin“ und „La Traviata“ seine gemeinsamen Auftritte. Geschickt hatte Dirigent und Gesamtleiter Hilger Honauer im musikalischen Programm des Abends zwischen die gesanglichen Partien als reine Instrumentalstücke klassische Polkas eingebaut, mit der großen Operngeste „Nessun Dorma“ aus „Turandot“ kam das fabelhafte Sommernachtskonzert im Kurgarten zum Ende und fand im schnittigen Vortrag der Zugabe „Radetzkymarsch“ seinen Abschluss. Der Kurkapelle Ottenhöfen und Dirigent Hilger Honauer sind für das dreitägige Musikereignis nur zu beglückwünschen und dass Kapelle und Dirigent zu ihrem 110-jährigen Jubiläum mit einem Rock- und einem Klassikkonzert gleich zwei Konzerte einstudiert und in großartiger musikalischer Qualität gegeben haben, verdient alle Hochachtung.

Berthold Gallinat
 
03. Juli 2010 - Ottenhöfener Woodstock im Kurgarten rockte bis Mitternacht
Am Samstagabend hatte Ottenhöfen im Kurgarten sein Woodstock, denn solch ein Musikfestival, wie es die Kurkapelle und ihre beiden Vorbands „Innosense“ und „Target“ im Kurgarten durchzogen, hat das Mühlendorf zuvor noch nicht erlebt. Im Gegensatz zur verregneten, ersten Veranstaltung dieser Art vor drei Jahren bot das Wetter mit seinen hochsommerlichen Temperaturen diesmal bis in die Nacht hinein ideale Bedingungen und so tummelte sich im Kurgarten ein riesiges Publikum, das im Verlauf des Abends von Wellen der Begeisterung erfasst und gerockt wurde. Brachten die beiden Rockbands „Innosense“ und „Target“ mit rauhem Stimmkolorit, rockiger Gitarrensprache und hartem Beat die ersten Besucher schon in Stimmung, so brachte der Auftritt der Kurkapelle mit den Sängern Kala Menez und Patrick Labiche sie spätestens beim Vortrag von „We Will Rock You“ endgültig aus dem Häuschen.
Eindrücklich war der musikalische Einstieg der Kurkapelle in ihren Rockabend, „Also sprach Zarathustra“ eröffnete das Konzert, „It’s A Sin“ und „The Cream Of Clapton“ folgten. Machtvolle Bläsereinsätze, prägnante Einzelstimmen aus den Registern und ein markanter Beat aus dem Hintergrund prägten die ersten Vorträge der Kurkapelle, wie aus einem Guss brachte die Kurkapelle ihre ersten Vorträge zur Geltung. Der ganze musikalische Gestus war aber zunächst noch stark von sinfonischer Kraft und Eleganz getragen, wozu Sängerin Kala Menez mit ihren Vorträgen „Ich bin Ich“ und „Neunundneunzig Luftballons“ die poppigen Akzente setzte.
Der musikalische Kanonenschlag, mit dem die Kurkapelle das Grönemeyer-Medleay beendete, setzte gewissermaßen das Zeichen für den Übergang ins Hard-Rockige und mit dem folgenden Stück „Bohemian Rhapsodie“ mit A-Capello-Intro, Opern-Parodie und Hardrock-Ende kam ein ganz anderen musikalischer Gestus von der Bühne herüber. Wesentlich geprägt wurde er von Sänger Patrick Labiche, der die Opernparodie der „Bohemian Rhapsodie“ bis in die musikalische Satire spannte. Bei den kurz darauf folgenden Rockstücken „Rockin All Over The World“, „We will, we will Rock You“, „Highway To Hell“ und bei einem Deep Purple-Medley agierte er schließlich wie ein musikalischer Derwisch auf der Bühne und entfachte eine riesige Rockpower, in der die beiden Front-Gitarristen Johannes Schneider und Hans-Martin Schnurr sowie die Kurkapelle in nichts nachstanden.
Insofern hatte Dirigent Hilger Honauer, der geistige Vater der Festival-Idee und ihr musikalischer Leiter und Programmgestalter, eine klasse Dramaturgie des Rockkonzertes gesetzt, indem sich der „Rock im Kurpark“ in einer aufsteigenden Linie zu einem glänzenden Höhepunkt steigerte, bei dem schließlich der ganze Kurgarten wogte und rockte und jeder von den Rockwogen, die von der Bühne herunterschwappten, erfasst wurde, gleich ob jung oder alt. In der herausragenden Gesamtleistung der Kurkapelle und der beiden Sänger setzte mehrfach Gitarrist Ralf Hartmann mit packenden Riffs besondere Akzente, die begeistert und frenetisch geforderten Zugaben wurden nach dem Schlussvortrag „Stairway To Heaven“ mit „Hey Jude“ und „Music“ gewissermaßen als Mitternachtsblues gerne gegeben.

Berthold Gallinat
 
01. Juli 2010 - Musikalische Glanzlichter erleuchteten den Kurgarten Ottenhöfen
Ein großartig aufgelegtes Polizeimusikkorps Karlsruhe, hochsommerliches Wetter für ein Open Air-Konzert und ein großes Publikum bescherten der Kurkapelle Ottenhöfen am Donnerstagabend einen optimalen Auftakt zu ihrem musikalischen Konzertwochenende im Kurgarten anlässlich ihres 110-jährigen Bestehens. Vom beschwingten Marsch und der Ouvertüre der Operette „Pique Dame“ von Franz von Suppé über Country Classics und ein Santana-Medley bis zur variantenreichen Interpretation des Gospels „When The Saints Go Marching In“ spannte sich der schillernde Konzertbogen des Karlsruher Polizeimusikkorps, dem die Sängerin Claudia Pontes und mehrere Solisten die Glanzlichter aufsteckten. Von besonderer Güte waren die Arrangements des Dirigenten Heinz Bierling. Darüber hinaus verbreitete der Vorsitzende des Polizeimusikkorps Anton Gramlich mit seiner humorigen Moderation eine persönliche Atmosphäre, in der sich das Publikum spontan herzlich aufgenommen fühlte und gerne einrichtete.
Mit dem schwungvollen Marsch „Viribus Unitis“ setzte das Polizeimusikkorps aus der Residenz die ersten klangvollen Zeichen für einen unterhaltsamen Abend und gleich danach weckte der von verspielt bis fulminant reichende Vortrag der Ouvertüre der Operette „Pique Dame“ von Franz von Suppé Lust auf mehr. Im Vortrag „Don’t Cry For Me Argentina“ hatte Sängerin Claudia Pontes ihren ersten Auftritt und beeindruckte mit Klarheit der Stimme und ausdrucksstarker Interpretation dieses Liedes. Auch in ihren folgenden Auftritten, sei es bei „Theater“, „Power Of Love“ „Water Woman“ oder schließlich „When The Saints Go Marching In“ kam immer wieder zum Ausdruck, dass sie Seele in der Stimme hat. Den Marsch der Medici widmete das Ensemble dem Geburtstagskind in den eigenen Reihen, Axel Pfatteicher. Der gab seinerseits seinem Publikum in der Form einen aus, dass er bei verschiedenen Vorträgen mit Solis am Saxophon nicht geizte. Einen eindrucksvollen solistischen Part lieferte auch Jürgen Ell auf dem Euphonium mit seiner Interpretation der Komposition „Perhaps Love“ und einen glanzvollen Husarenritt über das Xylophon unternahm Daniel Grabetz beim Vortrag „Erinnerungen an Zirkus Renz“.
„Einfach grandios, heute Abend“, kommentierte der Vorsitzende der Kurkapelle Christoph Baßler den Auftritt des Polizeimusikorps aus Karlsruhe am Ende und freute sich über den begeisternden Einstieg in die Konzerttage der Kurkapelle. Insbesondere dankte er dem Ensemble, dass es sein Konzert als Benefizkonzert zugunsten des Vereines „Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Freiburg i. Br.“ Gegeben hatte. Das Publikum dankte den Musikerinnen und Musikern des Polizeikorps mit reichem Beifall und in gut landsmannschaftlicher Verbundenheit wurde bei den Zugaben der Marsch „Hoch Badner Land“ aufgelegt und mit der Hand auf dem Herz inbrünstig gesungen.

Berthold Gallinat
 
Vorbericht 04. Juli 2010 - Operetten und Walzerklänge im Kurpark
Zu einem ganz besonderen „Sommernachtskonzert" lädt die Kurkapelle Ottenhöfen am 04.07.2010 um 19.00 Uhr ein. Im Rahmen der dreitägigen Open-Air-Veranstaltung im Kurpark widmet das Orchester den Sonntagabend ganz der klassischen Musik.
Auf dem Programm stehen bekannte Werke und große Namen der klassischen Musik. Puccini, Verdi und Bizet aber selbstverständlich auch Strauß und Wagner werden mit weltbekannten Werken vertreten sein und die Zuhörer mit ihren wunderschönen Melodien und pompösen Kompositionen beeindrucken. 
Diese Musik lebt vom Gesang und so wird die Kurkapelle bei ihrem Konzert von drei professionellen Gesangssolisten unterstützt. Die Sopranistin Katrin Le Provost war schon einige Male zuvor bei  Konzerten in Ottenhöfen zu hören. Inzwischen studiert die gebürtige Bretonin aus Kehl-Auenheim klassischen Gesang an der Musikhochschule in Mainz. Neben verschiedenen Meisterkursen die sie absolvierte, sammelte sie bereits als 16jährige Bühnenerfahrung an der Straßburger Oper, später als Chorsängerin bei Wagners „Lohengrin" unter der Leitung von Kent Nagano und am Staatstheater in Mainz. Neben vielen weiteren Konzerten und Soloauftritten war sie zuletzt als Papagena in Mozarts „Zauberflöte" zu hören.
Silvia Hauer trat 2004 in der Kategorie Gesang Duo gemeinsam mit Katrin Le Provost beim Landes- und Bundeswettbewerb Jugend musiziert an. Damals erhielt das Duo einen ersten Platz im Landesentscheid und einen dritten Platz im Bundesentscheid. Heute studiert die Mezzosopranistin Silvia Hauer ebenfalls klassischen Gesang an der Musikhochschule in Freiburg und ist vor kurzem von einem Auslandssemester an der renommierten Wiener Musikhochschule zurückgekehrt.
Unterstützt werden die beiden Sängerinnen von dem Tenor Patrick Labiche. Der studierte Sänger legt sich nicht auf den klassischen Gesang fest, er verfügt über ein breites Repertoire das von Jazz über Oper und Operette bis hin zu klassischen Solokonzerten reicht. Patrick Labiche ist mit seiner Musik in Konzertsälen, Theatern und auf Bühnen in ganz Europa zu hören.
Das Sommernachtskonzert der Kurkapelle Ottenhöfen verspricht ein Musikerlebnis der ganz besonderen Art zu werden. Beginn ist um 19 Uhr im Kurgarten in Ottenhöfen; das Konzert wird von Otmar Schnurr moderiert, der Eintritt ist frei.
 
Vorbericht 03. Juli 2010 - Rock im Kurpark
Das „Rock Open Air" der Kurkapelle Ottenhöfen im Rahmen des 110-jährigen Jubiläums wird von zwei Bands eröffnet. Am Samstag, dem 03.07.2010 werden ab 19 Uhr die Vorbands „Innosense" und „Target" den Kurpark rocken lassen.
Seit inzwischen 10 Jahren haben sich „Target" aus Ottenhöfen in die Herzen und Gehörgänge ihrer Fans gespielt. Nach mehreren Jahren berufs- und studiumsbedingter Pause fand sich die Band extra für das „Rock Open Air" der Kurkapelle Ottenhöfen wieder zusammen, um den Fans der Rockmusik einzuheizen.
Gegründet wurde „Target" im Jahr 2000 von Christian Schnurr (Schlagzeug), Johannes Schneider (Gitarre) und Hans-Martin Schnurr (Gitarre), um den Spaß an der Musik mit der passenden Lautstärke auszutoben. Nach kurzer Zeit gesellten sich Markus Ernst (Bass) und Claudia Schnurr (Gesang) hinzu und komplettierten die Truppe. Mit ihrem Mix von Klassikern aus Rock, Pop, Punk und Metal aus allen Jahrzehnten hatten sie immer die richtige Musik, um ihre stetig wachsende Gruppe von Fans bei jedem Auftritt zu begeistern. So ließen auch Erfolge wie der erste Platz beim Vorentscheid des Newcomer Band Contest in Gengenbach 2002 und der fünfte Platz im Finale Newcommer Band Contest in Kehl 2002 nicht auf sich warten.
Nachdem „Target" schon 2001 bei einem Jahreskonzert ein Medley von Deep Purple zusammen mit der Kurkapelle Ottenhöfen aufführte, lag es nahe, zum 10-jährigen Jubiläum der Band beim zweiten „Rock Open Air" der Kurkapelle aufzutreten.
Vor der Gruppe „Target" wird die Band „Innosense" ab ca. 19 Uhr den Anfang machen. „Innosense" ist eine ambitionierte Band von Musikern aus dem Raum Offenburg, deren Anfänge im April 2006 zu verzeichnen sind. Die Gruppe besteht aus 6 Mitgliedern: Gianna Bös (Gesang), David Weghaupt (Bass), Fabian Martin (Gitarre), Marius Völl (Gitarre), Andreas Melzer (Keyboard/Gesang) und Nicolas Rahn (Schlagzeug).
Zu Beginn ganz dem Coverrock verschrieben erblickten nach und nach immer mehr Eigenkompositionen das Licht der Welt. Dabei bringt jedes der musikalisch unterschiedlich vorbelasteten Mitglieder seine eigenen Vorstellungen von der perfekten Musik mit ein.
In diesem Sinne: Let´s Rock! Am 03.07.2010 ab 19 Uhr im Kurgarten Ottenhöfen.
 
Vorbericht 01. Juli 2010 - Polizeimusikkorps Karlsruhe zu Gast in Ottenhöfen
„Für jeden Anlass den richtigen Ton", so lautet das Motto des Polizeimusikkorps aus Karlsruhe. Diesem selbst gestellten Anspruch wird das Blasorchester mit ihrem Dirigenten Heinz Bierling auch tatsächlich gerecht. Seit der Gründung im Jahre 1981 hat sich der Klangkörper kontinuierlich entwickelt. Mit seinen über 70 Musikern, darunter 14 Frauen, ist es das größte Polizeiorchester in Deutschland und hat für ein reines Freizeit-Musikkorps einen beachtlichen Leistungsstand erreicht.
Eine gelungene Mischung aus verschiedenen musikalischen Stilrichtungen und das breitgefächerte Repertoire sorgen dafür, dass die Musiker im Konzertsaal ebenso erfolgreich sind, wie im Festzelt. Bunt gemischt ist auch die personelle Zusammensetzung des Orchesters. Zwischen den Musikern aus den Reihen der Schutz- und Kriminalpolizei sitzen auch zahlreiche Hobbymusiker aus dem zivilen Berufsleben sowie eine stattliche Anzahl von Pensionären.
Im Rahmen des 110 jährigen Jubiläums der Kurkapelle Ottenhöfen wird das Polizeimusikkorps Karlsruhe mit ihrem Benefizkonzert den Reigen der dreitägigen Open Air Veranstaltung eröffnen. Das Konzert findet am Donnerstag, dem 01.07.2010 um 20 Uhr im Kurgarten in Ottenhöfen statt.
Am Samstagabend, dem 03.07.2010, veranstaltet die Kurkapelle Ottenhöfen den zweiten „Rock im Kurpark". Der Sonntag beginnt mit einem festlichen Gottesdienst um 9.30 Uhr bevor die Trachtenkapelle Kappelrodeck zum Frühschoppenkonzert aufspielt. Nach der Dorfmusik Furschenbach setzt die Kurkapelle mit dem „Sommernachtskonzert" den Abschluss der Jubiläumsveranstaltungen. Bei klassischen Melodien wie der „Kaiserwalzer", „Unter Donner und Blitz" oder der „Annen-Polka" kommt auch jeder Liebhaber von Johann Strauß auf seine Kosten. Für die entsprechende Leichtigkeit sorgt darüber hinaus der Moderator des Abends, Otmar Schnurr.
 
22. Mai 2010 - Großes Open Air-Wochenende der Kurkapelle Ottenhöfen im Juli
Am Wochenende hat bei der Kurkapelle Ottenhöfen die heiße Phase für die große Open Air Veranstaltung vom 01.07. bis 04.07.2010 begonnen. Im Proberaum trafen sich das Holzregister, drei Blechbläser und zwei Sängerinnen, um für das „Sommernachtskonzert" am 04.07.2010 zu proben. An diesem Abend werden die Sopranistin Katrin Le Provost, die Mezzo-Sopranistin Silvia Hauer und der Tenor Patrick Labiche Stücke wie „Tanzen möcht' ich" von Emmerich Kálmán, das „Vilja-Lied" von Franz Lehár, „O belle nuit" von Jacques Offenbach oder „Brindisi" von Giuseppe Verdi zusammen mit der Kurkapelle Ottenhöfen präsentieren. Das „Sommernachtskonzert" wird von Otmar Schnurr moderiert. Die Zuhörer dürfen sich schon jetzt auf einen tollen Abend mit vielen bekannten klassischen Werken freuen.
Eröffnet wird das Festwochenende, das im Rahmen des 110-jährigen Jubiläums der Kurkapelle Ottenhöfen stattfindet, am 01.07.2010 mit einem Benefizkonzert des Polizeimusikkorps aus Karlsruhe zu Gunsten des Fördervereins für krebskranke Kinder e.V. Freiburg.
Am Samstag wird nach den beiden Vorbands „Innosence" aus Offenburg und „Target" aus Ottenhöfen die Kurkapelle wieder den Kurgarten rocken. Wie bei der Premiere vor drei Jahren werden bekannte Rock- und Poptitel von Bands wie AC/DC, Metallica, TOTO, Queen, Led Zeppelin, Grönemeyer, Nena, u.v.m. zu hören sein.
Am Sonntagmorgen findet ein Festgottesdienst im Kurgarten statt.
 
20. März 2010 - Alphornklänge zum Frühlingsanfang
Am vergangenen Samstag trafen sich eine Musikerin und acht Musiker der Kurkapelle Ottenhöfen in der Häcksel-Scheune auf dem Köningerhof zu einem Workshop der besonderen Art. Dazu hatte man Franz Schüssele aus Friesenheim, als echten Alphorn-Experten, verpflichten können. Als Chef der Kultband „d'Gälfiäßler" hat er sich ganz dem Alphorn und allem was dazu gehört verschrieben. Nach einer Einführung in die richtige Atemtechnik gab es für die Teilnehmer den ersten Kontakt mit den aus drei Einzelstücken bestehenden und 3,60 m langen Instrumenten. Dreizehn Naturtöne lassen sich dem Alphorn bei gekonntem Spiel entlocken. Schüssele teilte die neun Musiker in vier Gruppen ein und so konnten im Laufe des Tages der „Rossler-Reigen" und der „Grummbiere-Walzer", zwei Eigenkompositionen von Schüssele, erarbeitet werden. Zum Abschluss des Workshops ließen die Teilnehmer „das Erlernte" vom Zieselberg über das Tal erklingen.
 
27. Februar 2010 - Kurkapelle hat Open Air mit Blasmusik, Rock und Klassik im Juli im Programm
Die Kurkapelle ehrte auf ihrer Generalversammlung langjährige Musiker und gratulierte zu Jungmusikerleistungsabzeichen. Von links: Rolf Schmälzle, Christoph Kimmig, Frank Bohnert, Christian Schnurr, Rolf Steimle, Stefanie Vogt und Vorsitzender Christoph Baßler.
Die Kurkapelle Ottenhöfen hat in diesem Jahr Großes vor. Wie Vorsitzender Christoph Baßler auf der Generalversammlung im Gasthaus Schwarzwaldstube mitteilte, laufen bereits alle Vorbereitungen für die Open Air-Konzerttage Anfang Juli im Kurgarten. Sie beginnen am 1. Juli mit dem Auftritt des Polizeimusikkorps Karlsruhe. Am Freitag, dem 2. Juli, folgt die öffentliche Probe für ein Rockkonzert, das dann am Samstagabend stattfindet, und den Abschluss bildet am Sonntag, dem 4. Juli, ein André Rieu-Klassikkonzert. Um das Ganze schultern zu können, werde man sich verstärkt auf Sponsorensuche begeben.
Das zurück liegende Vereinsjahr reichte bei 65 Anlässen von einer SWR-Fernsehaufzeichnung für die Sendung "Fröhlicher Alltag" im Frühjahr bis zum Konzert in der Kirche im Spätjahr. Wie Miriam Rösch als Vertreterin des Schriftführers Martin Baßler berichtete, spielte die Kurkapelle bei Veranstaltungen befreundeter Vereine, gab Kurkonzerte, wirkte bei kirchlichen Anlässen mit und hatte Auftritte bei Jubiläen und bei weiteren Anlässen. Den Höhepunkt bildete das Jahreskonzert unter dem Motto "In 80 Tagen um die Welt". Insgesamt trat die Kurkapelle zu 65 Anlässen auf und absolvierte 44 Proben. Gesellige Veranstaltungen, zu denen unter anderem eine dreitägige Skifreizeit gehörte, rundeten das Vereinsgeschehen ab. Zur Statistik ging aus dem Bericht hervor, dass die Kurkapelle aus 53 aktiven Musikerinnen und Musikern besteht und dass 173 fördernde Mitglieder den Verein unterstützen. Derzeit hat der Verein 13 Ehrenmitglieder, wovon 10 aktiv sind, sechs Jungmusiker sind in der Ausbildung.
Mit einem Strahlen im Gesicht konnte Kassiererin Sandra Bühler nach mehreren negativen Jahren einen positiven Kassenbericht geben. Kassenprüfer Rolf Schmälzle bescheinigte ihr eine vorbildliche Kassenführung, seinem Antrag auf Entlastung folgte die Versammlung einstimmig. Auch die übrige Vorstandschaft, deren Entlastung Bürgermeisterstellvertreter Bernd Bäuerle beantragte, wurde einstimmig entlastet. In einem Grußwort würdigte er die Kurkapelle als einen Verein von hohem Ansehen im Ort und darüber hinaus und dankte dafür, dass die Kurkapelle mit ihren Konzertveranstaltungen immer wieder mit neuen Ideen überrascht.
Die Ehrung der fleißigsten Probenbesucher nahm der zweite Vorsitzende Christoph Kimmig vor, intern wurden mehrere Musiker für langjährige Aktivität im Verein geehrt. Für 35 Jahre waren dies Frank Bohnert und Christoph Kimmig, für 30 Jahre Bernd Horn, Rolf Schmälzle und Rolf Steimle, für 15 Jahre Christian Schnurr. Der Nachwuchsmusikerin Stefanie Vogt gratulierte der Vorsitzende Christoph Baßler zum Jungmusikerleistungsabzeichen in Silber und überreichte die Urkunde, Selina Basta erhielt die Auszeichnung in Bronze. Dirigent Hilger Honauer weckte die Aufmerksamkeit dafür, dass die Kurkapelle verstärkt daran gehen müsse, Jungmusiker nachzuziehen, damit die derzeit gut gefüllten Register auch in Zukunft gefüllt blieben. Im Hinblick auf das große Open Air-Projekt im Juli rief er alle auf, voll mitzuziehen. Im Zusammenhang damit und mit seiner langen, produktiven Zusammenarbeit mit der Kurkapelle meinte er: "Es ist ganz natürlich, dass sich viel eingeschliffen hat. Aber wir müssen immer wieder bereit sein, etwas Neues zu tun. Das motiviert und trägt zur Freude bei".
Die Neuwahlen bestätigten weitgehend den bestehenden Vorstand. Die Beisitzer Klara Schnurr und Frank Bohnert schieden aus dem Vorstand aus, zu ihren Nachfolgern wählte die Versammlung Miriam Rösch und Hans-Jörg Steimle. Als neue Kassenprüfer wurden Johannes Baßler und Kurt Kiesel gewählt.
Bereits im Vorfeld der Hauptversammlung hatte der Förderverein der Kurkapelle getagt. Dort berichtete der Vorsitzende über die Veranstaltungen, die der Förderverein für den Hauptverein durchführte und Kassier Bernd Bäuerle teilte die Summe mit, die der Förderverein dem Hauptverein zuführen konnte.

Berthold Gallinat
 
24. Dezember 2009 - Jungmusiker bringen Senioren ein Weihnachtsständchen
Zusammen mit Jugendleiterin Klara Schnurr und Ausbilder Michael Kimmig besuchten auch in diesem Jahr die Jungmusiker der Kurkapelle Ottenhöfen am Heiligen Abend die Bewohner des Seniorenheims am Kurpark.
Mit fröhlichen und besinnlichen Weihnachtsliedern wurden die Senioren in weihnachtliche Stimmung versetzt, sodass eine ganz besondere festliche Atmosphäre entstand. Der Applaus der Zuhörer zeigte, welche Freude das Ertönen der Weihnachtslieder bei den Bewohnern und den Mitarbeitern des Seniorenheims auslöste. Das alljährliche Musizieren ist zwischenzeitlich ein fester Bestandteil im Programm des Seniorenheims geworden und wird auch im nächsten Jahr fortgeführt werden.
 
29. November 2009 - Mit der Aura der Musik die Leichtigkeit des Himmels erschlossen
Der Klang der Weihnacht und eine Folge klangvoller Musikvorträge schufen am Abend des ersten Adventsonntages im Kirchenraum der Pfarrkirche St. Anna eine ergreifende Atmosphäre und gediehen, ganz im Sinne des Advents, zu einer erfüllten Stunde. Zu verdanken war diese erfüllte Stunde der Kurkapelle, die unter Leitung ihres Dirigenten Hilger Honauer, ein beeindruckendes Konzert in der Kirche gab, wofür sich Pfarrer Bernhard Benz herzlich bedankte. Musik, in der sich das Geheimnis des Glaubens auch zu entfalten vermag, so meinte er in seinen Dankesworten, verbreite etwas von der Leichtigkeit des Seins und ermögliche damit eine Vorahnung von der Leichtigkeit des Himmels.

"Herbei o Ihr Gläubigen", dieser weihnachtliche Ruf, im Konzertprogramm in der englischen Version "The Call Of Christmas" aufgeführt, bildete den Auftakt des klangvollen Konzertes. Beschwingt und doch feierlich entfaltete sich das Orchester der Kurkapelle zum vollmundigen Instrumentenchor und zelebrierte in eindrücklicher Weise den freudigen Jubelruf "O lasset uns anbeten den König". Dem schönen "Ammerland" war der zweite Vortrag gewidmet. Aus tiefgründiger, sonorer Schwere sich entfaltend formte die Kurkapelle in differenzierter Klangfülle ein impressionistisches Klanggemälde der schönen Landschaft im hohen Norden. Zum Klarinetten-Duett fanden sich danach Lena Steimle und Selina Basta vorne auf der Konzertbühne ein und gaben mit zwei Vorträgen einen eindrücklichen Beleg von der intensiven Nachwuchsarbeit der Kurkapelle. Vorsitzender Christoph Baßler gab zur Nachwuchsarbeit noch ein paar Erläuterungen und teilte mit, dass freiwillige Spenden für das Konzert in der Kirche ganz in die Nachwuchsarbeit flössen. Einen bravourösen Part spielte Jana Steimle als eine dieser Nachwuchsmusikerinnen mit ihrem Flügelhorn-Solo beim Vortrag "Morricone`s Melody". Talentierter Nachwuchs präsentierte sich auch mit Leon Steimle und Matthias Vogt auch beim Posaune-Euphonium Duett, unterstützt von Michael Kimmig.
Eine ungemein vielschichtige Darbietung musikalischer Ausdruckskraft bot die Kurkapelle mit ihrem Vortrag "Inspiration". Vom geheimnisumwitterten, kaum hörbaren Rauschen des Holzes bis zum überschwänglichen Triumph der Instrumente und Register spannte sich der Bogen dieses Stückes, dem die Kurkapelle mit konzentriertem Spiel in bewundernswerter Weise seinen Charakter gab. Die Jugend Jana Steimle (Flügelhorn), Roland Benz (Trompete) und Simon Benz (Trompete) gab zusammen mit dem erfahrenen Trompeter Thomas Neuberth beim Trompeten-Quartett noch einmal den Ton an, bevor die Kurkapelle mit "O mio babbino caro" ihr Publikum in die Welt der Oper mitnahm. Mythischer und volksliedhafter Klang bildete den Abschluss des Konzertes, zum einen im Vortrag "Celtic Flutes" mit dem ausgezeichneten Flötenvortrag von Claudia Schnurr und Yvonne Mägerle, zum anderen mit "You raise me up", das auf einer traditionellen irischen Melodie basiert. Lang anhaltender Beifall war der Dank für die erfüllte Stunde der Kurkapelle mit ihrem Konzert in der Kirche.

 
11. November 2009 - Jungmusiker bereichern das Martinsfest
Am Mittwochabend stellten die Kinder des Kindergartens Ottenhöfen den Inhalt des Martinsfestes in verschiedenen Szenen den Kirchenbesuchern in der Pfarrkirche dar. Nach der "Mantelteilung" führte der traditionelle Laternenumzug in den alten Schulhof neben der Kirche. Allen voran ritt der heilige St. Martin auf einem echten Pferd. Anschließend wurden noch mehrere Kinderlieder zum Martinsfest angestimmt, wobei die jungen Musikerinnen und Musiker der Kurkapelle den Gesang mit ihren Instrumenten unterstützten. Bei Martinsbrezeln und heißem Glühwein klang das diesjährige Martinsfest dann aus.
 
25. Oktober 2009 - Weinfest der Trachtenkapelle Waldulm fand bei vielen Besuchern Gefallen
Die Kurkapelle Ottenhöfen beschloss den Reigen der musikalischen Darbietungen, mit dem das traditionelle Weinfest der Trachtenkapelle Waldulm am Sonntagabend zur Neige ging. Insgesamt vier Musikkapellen gaben am Sonntag in der Pfarrberghalle den Ton an und unterhielten zahlreiche Festgäste. Letztere waren nicht nur am Sonntag gekommen, sondern die Trachtenkapelle konnte sich über alle drei Tage ihres Weinfestes hinweg über einen sehr guten Publikumszuspruch freuen.

Der Musikverein aus Mühlhofen eröffnete das Musikgeschehen am Sonntag und präsentierte bei seinem Frühschoppenkonzert einen bunten Melodienstrauß aus Unterhaltungsmusik mit einer ganzen Reihe bekannter Schlager, wofür es reichhaltigen Beifall gab. Der Musikverein Ottersweier erstreckte sein Repertoire von der traditionellen Blasmusik bis zu modernen Titeln und riss das Publikum in der Pfarrberghalle in der Weise mit, indem sich Musikerinnen und Musiker der Kapelle mit ihren Instrumenten unter das Publikum mischten und auch mit starken Soli glänzten.
Modern und schwungvoll ging es mit der Trachtenkapelle Kappelrodeck in den Abend hinein, bevor die Kurkapelle die vielseitigen Darbietungen ihrer Vorgänger mit klangvollen Melodien der traditionellen Blasmusik abrundete. Walzer, Marsch und Polka waren angesagt, den Taktstock führte Kurt Kiesel in Vertretung von Dirigent Hilger Honauer. Von der Polka "Schöne Stunden mit Musik" über den "Parade Defiliermarsch" und den "Mars der Medici" bis zu "Sommerwind" spannte sich der Bogen der Vorträge, die so richtig zum Ausklang des Festes passten und für die es kräftig Beifall gab. So gegen halb neun stattete noch der frisch gewählte Bürgermeister Stefan Hattenbach dem Weinfest in der Pfarrberghalle einen Besuch ab, dankte seinen Wählerinnen und Wählern für ihr Vertrauen und sicherte zu, Bürgermeister der Waldulmer wie der Kappler zu sein. Für die Gäste des Weinfestes gab er eine Freirunde aus, übernahm für den Marsch "Hoch Badner Land" den Taktstock und dirigierte die Kurkapelle Ottenhöfen.

Berthold Gallinat

 
24. Oktober 2009 - Hüttenwanderung mit Olympiasieger Georg Thoma

Der 8. Lautenbacher Hüttenwandertag bot den vielen Teilnehmern aus nah und fern außer herrlichem Herbstwetter, schönen Wanderstrecken mit wunderschöne Aussichten auf die umliegenden Schönheiten des Schwarzwaldes und beste Verpflegung mit vielen Spezialitäten auch ein ganz besonderes Ereignis. Die neue errichtete Knappeneckhütte wurde im Rahmen des Hüttenwandertages in einer feierlichen Zeremonie von Pfarrer Klaus Kimmig eingeweiht. Georg Thoma, der ehemalige Weltmeister und Olympiasieger aus Hinterzarten im Langlauf und der Nordischen Kombination führte seine Wandergruppe von Ottenhöfen über das Edelfrauengrab und St. Ursula zur neu aufgebauten Knappeneckhütte.

Auf dem Knappeneck konnten die Wanderer um die Mittagszeit die feierliche Einweihung der neu aufgebauten Knappeneckhütte miterleben. Der für den Neuaufbau verantwortliche Revierleiter Peter Schmiederer erklärte dass die 107 Jahre alte Schutzhütte aufgrund ihrer Baufälligkeit notwendigerweise ersetzt werden musste. Am Knappeneck kommen gleich 3 Gemarkungen zusammen: Ottenhöfen, Oppenau und Lautenbach. Es ist somit ein markanter, stark frequentierter Bereich, mit großer Bedeutung für Wanderer und Waldbesucher. Am 1. Mai findet traditionell das Heckenfest der Kurkapelle Ottenhöfen statt.
Die Segnung der Hütte wurde von Pfarrer Klaus Kimmig von der Seelsorgeeinheit Oppenau, dessen Heimat nahe des Knappeneck liegt, vorgenommen. In seiner Ansprache ging er auf die besondere Lage der Hütte, ein und beschrieb die Hütte als Sinnbild für Ruhe, Schutz und Rast auf der Wanderschaft des Lebens und für die Forstarbeiter als Rückhalt für ihre schwere Arbeit. Mit einem Psalmgebet und dem gemeinsamen Lied "Lobe den Herren", das von der Kurkapelle Ottenhöfen unter der Leitung von Kurt Kiesel begleitet wurde, endete die feierliche Zeremonie.
Das Konzert der Kurkapelle wurde mit dem Marsch "Hoch Badnerland" beschlossen, bei dem der Olympiasieger Georg Thoma das Schlagzeugregister tatkräftig unterstützte.
 
04. und 05. Juli 2009 - Blasmusik authentisch und in vielfältiger Ausprägung

Die Achertäler Blasmusikanten eröffneten am Samstagabend im Kurgarten den Dorfhock der Kurkapelle mit klangvoller, traditioneller Blasmusik, der Musikverein Frohsinn Rheinbischofsheim setzte am Sonntagabend mit moderner Ausprägung der Blasmusik den Schlusspunkt unter eine Veranstaltung, bei der sich die Festgäste von Samstagabend bis Sonntagabend über die Spielarten von insgesamt fünf Kapellen freuen konnten. Petrus spielte mit und lieferte der Kurkapelle warmes Sommerwetter, so dass die Leute gerne im einladenden Ambiente des Kurgartens im Freien saßen oder auch den Schatten des Festzeltes aufsuchten. Kein Wunder, dass die Vorstandschaft sich am Sonntagabend sehr zufrieden mit ihrem Dorfhock zeigte.
Mit dem Marsch „Mein Heimatland“ stimmten die Achertäler Blasmusikanten am Freitagabend auf den Dorfhock ein und zelebrierten unter der Leitung von Kurt Kiesel beste Blasmusiktradition mit Walzer, Marsch und Polka, abgerundet von unvergesslichen Melodien eines Billy Vaughn und von Hits wie „Sierre Madre del Sur“ und „Ciao d’amore“. Da sich die Formation der Achertäler Blasmusikanten aus langjährigen, erfahrenen Musikern zusammensetzt, die traditionelle Blasmusik gewissermaßen mit der Muttermilch aufgesogen haben, machte es einfach Freude, ihre authentische Interpretation der Titel zu hören und dem melodischen Fluss der einen und anderen Saxophon- oder der Hörnerpartie zu folgen.
Beeindruckende Kostproben ihres Könnens gaben über den Sonntag hinweg die Musikvereine Harmonie Balzhofen beim Frühschoppenkonzert sowie der Musikverein Erlach und die Trachtenkapelle Waldulm am Nachmittag. Zum Abschluss nahm der Musikverein Harmonie Rheinbischofsheim Platz im Musikpavillon des Kurgartens und Moderator Wolfgang Hauß kündigte an: „Wir wollen zeigen, wie vielfältig Blasmusik sein kann“. Dieses Versprechen setzten die Rheinbischofsheimer denn auch in die Tat um. Von der vereinsinternen Polkakomposition über den „Way down Blues“, den Trompetenwalzer, den Song „It’s raining men“ bis zu „Erinnerungen an Zirkus Renz“ und „Rimbazello“ reichte das Spektrum und beim Vortrag „I’m just a Gigolo“ übernahm Dirigent Martin Ebert zu guter Letzt noch den Part des Sängers. Mit zwei Zugaben der Rheinbischofsheimer klang der Dorfhock der Kurkapelle schließlich aus.

Berthold Gallinat

16. Mai 2009 - In 80 Minuten einmal musikalisch um die Welt
Das Publikum mit einem Konzertabend nicht nur musikalisch gut zu unterhalten, sondern es aus dem Alltag in eine faszinierende, andere Welt zu entführen, ist das erklärte Ziel der Kurkapelle und ihres Dirigenten Hilger Honauer. Solches gelang ihr in der Schwarzwaldhalle auf ihrem Konzertabend „In 80 Minuten um die Welt“ ein weiters Mal bestens.
Mehrere Globen, dekorativ um die Bühne verteilt, eine Karte mit Wegbeschreibung im Hintergrund und ein prachtvoller Fesselballon eines Baden-Badener Ballonfahrt-Unternehmens auf der Seite schufen die Aura für die musikalische Reise, die Jules Vernes Erzählung „In 80 Tagen um die Welt“ zum Hintergrund hatte. „In 80 Tagen um die Welt“ lautet in dem Roman die Wette, die der wettfreudige Brite Phileas Fogg in seinem Club abschließt. Die Kurkapelle steuerte die Stationen seiner Reise musikalisch an und gab den Reisezielen von London über Paris, Brindisi, Suez, Bombay, Hongkong, Yokohama, New York bis schließlich wieder London mit Vorträgen landestypischer Kompositionen Ausdruck. Dies geschah in beeindruckender Klangqualität und ergreifender Klangfülle sowie mit percussiver Phantasie und Vielfalt.
Die „Introduzione“ zum Konzertabend schuf die Jugendkapelle Seebach-Ottenhöfen-Furschenbach unter Leitung von Stefan Probst. Sie eröffnete ihren Auftritt feierlich mit dem „Prelude“ aus Marc Antoine Charpentiers Te Deum“, setzte musikalisch den „Fluch der Karibik“ in Szene, ließ bei ihrer „British Invasion“ mit Hits der 60er Jahre eine bewegte Zeit lebendig werden und verabschiedete sich mit dem tiefgründigen Rockstück „Smoke On The Water“. Solistische Glanzlichter setzten Luisa Blessing(Alt-Saxophon) und Jana Steimle(Flügelhorn) mit ihrem Solo in „Rocka Barocka“ sowie die Klarinettengruppe beim Vortrag von „Clarinando“. Die Jungmusikerinnen und Jungmusiker legten bei engagiertem und konzentriertem Spiel überzeugendes Können an den Tag und gaben den Stücken charaktervollen Ausdruck, so dass sie am Ende ihres Auftritts mit reichem Beifall belohnt wurden.
„Wir befinden uns in London, es ist der 22. Dezember 1872“, eröffnete Katrin Honauer in der Rolle des Dieners Passepartout, der seinen Herrn Phileas Fogg auf seiner Reise begleitete, den Auftritt der Kurkapelle. Katrin Honauer schuf in überzeugender Manier die erzählerischen Brücken zu den Stationen der Reise. Mit „Royal Sound“ aus „British Kingdom“ setzte die Kurkapelle den Auftakt zur Konzertreise „In 80 Minuten um die Welt“ und brachte in prächtiger Weise englische Klangfarben zum Leuchten. Musettewalzerklänge aus dem Akkordeon gaben der zweiten Station das Gepräge und verbreiteten französischen Charme mit ein wenig Boheme und verträumter Romantik. Paris Montmatre erklang. Vibrierende und vor Musikalität berstende Register wiederum charakterisierten Großstadthektik und schillerndes Pariser Nachtleben. Italien und seine Lebensfreude spiegelten sich im populären, neapolitanischen „Funiculi, Funicula“ wider, bevor die Reise übersetzte nach Ägypten und Klänge majestätisch und tiefgründig wie der Nil in die Schwarzwaldhalle strömten. Aber auch orientalisch, arabische Basargeschäftigkeit und Karawanengepräge wurde musikalisch in Szene gesetzt, bevor sich das Genre der Musik erneut wandelte und exotisch anmutende Vogelstimmen aus der Wüste in den indischen Dschungel wechselten. Prägnante Rhythmik mit prasselnden Trommelkaskaden schufen den Untergrund für eine Szenerie, in der sich die Register in ihrer Dynamik fast überschlugen und somit die fünfte Station der Reise, Indien und Bombay versinnbildlichten. In reizvollem Gegensatz dazu standen gleich im Anschluss daran die musikalischen Harmonien aus dem asiatischen Kontinent, in dem Yokohama die Reisestation bildete. Der Sound der neuen Welt in den USA markierte die letzte Station der packenden musikalischen Reise, bevor sie wieder zum Ausgangspunkt nach London zurückkehrte. Großer Beifall war der Lohn für das ideen- und abwechslungsreiche Konzerterlebnis, das Hilger Honauer konzipiert und die Kurkapelle so eindrucksvoll umgesetzt hatte.

Berthold Gallinat
 
20. März 2009 - Fröhlicher Alltag aus Ottenhöfen
Im März macht der Fröhliche Alltag in Ottenhöfen im Achertal Station. Und natürlich hat der Moderator Malte Arkona wieder viele bekannte Künstler in die Sendung eingeladen.

 

Das Mühlendorf Ottenhöfen liegt malerisch im Achertal und bietet jede Menge Interessantes. Erkunden Sie mit Moderator Malte Arkona und seiner lieblichen Assistentin Frau Wäber die idyllische Schwarzwaldlandschaft und lassen Sie sich überraschen, was die beiden so alles erleben werden. Frau Wäber ist dieses Mal übrigens "politisch aktiv". Das wird was werden.

 

Doch kein Fröhlicher Alltag ohne Musik. Freuen Sie sich auf:

- Tony Marshall
- Bernhard Brink
- Eva-Maria
- Sigrid & Marina
- Silke Fischer
- Stefan Peters
- Südwind 69
- Kurkapelle Ottenhöfen 1900 e.V.

Wer beim Fröhlichen Alltag in der Ottenhöfener Schwarzwaldhalle live mit dabei sein will, kann zur Generalprobe am Mittwoch, 18. März, 16 Uhr, oder zur Aufzeichnung am selben Tag um 20 Uhr kommen.

Eintrittskarten gibt es bei folgenden Vorverkaufsstellen:

  • Tourist-Information im Bürgerhaus, Großmatt 15, 77883 Ottenhöfen, Telefon: 07842-80444 oder E-mail: tourist-info@ottenhoefen.de
  • Rathaus Ottenhöfen, Sekretariat des Bürgermeisters, Renate Kopf, Forstweg 1, 77883 Ottenhöfen, Telefon: 07842 – 80412 oder E-mail: renate.kopf@ottenhoefen.de
Ausgestrahlt wird der Fröhliche Alltag aus Ottenhöfen am Freitag, 20. März, von 20.15 bis 21.45 Uhr im SWR-Fernsehen.
 
07. März 2009 - Drei ganz außergewöhnliche Ehrungen

Von links: Christoph Kimmig (stellvertretender Vorsitzender), Klaus-Peter Mungenast (Präsident des Acher-Renchtal-Musikverbandes), Heinz Bohnert (50 Jahre), Andreas Kiesel, Andrea Springmann, Hans-Martin Schnurr (alle 20 Jahre), Dietmar Bohnert (55 Jahre), Hans Fischer (50 Jahre), Christoph Baßler (Vorsitzender).

Bedeutende Musikerehrungen setzten der Generalversammlung der Kurkapelle im Hotel Sternen die Glanzlichter auf und Auszeichnungen für Jungmusiker unterstrichen, dass leistungsstarker Nachwuchs auf bestem Wege ist, sich in das Ensemble der Kurkapelle einzugliedern. Insgesamt herrschte Wohlklang über ein sehr gut verlaufenes Vereinsjahr, denn auch in der Vereinskasse konnte Kassiererin Sandra Bühler nach negativen Ergebnissen der Vorjahre wieder ein Plus bilanzieren.

Nach musikalischem Auftakt sowie Begrüßung und Totenehrung durch den Vorsitzenden Christoph Baßler bezeichnete Schriftführer Martin Baßler das zurück liegende Jahr als ein sehr ereignisreiches Jahr und führte auf, dass die Musikerinnen und Musiker im Verlauf des Jahres 4 Musikproben, zwei Kurkonzerte und 22 sonstige Anlässe absolvierten, angefangen von Auftritten bei befreundeten Kapellen über Auftritte bei kirchlichen Ereignissen bis zu Auftritten bei Jubiläen und Festanlässen. Den Höhepunkt des Vereinsjahres bildete das Jahreskonzert unter dem Motto „TV-Kultabend“. Den Einsatz von 1000 Arbeitsstunden forderte den Musikern der Bau des Depots im Schulhof der ehemaligen Schule ab. Mit einer Tagesfahrt in die Pfalz, einer Skifreizeit in Ischgl und anderem mehr wurde der Kameradschaftspflege Genüge getan. Als nächste Ereignisse, damit schloss Martin Baßler seinen Bericht, stehen die Mitwirkung bei der SWR-Sendung „Fröhlicher Alltag“ und das Jahreskonzert am 16. Mai an. Für das Jahreskonzert laufen die Proben auf Hochtouren. Gemäß der Bilanz des Schriftführers setzt sich die Kurkapelle derzeit aus 56 aktiven Musikern zusammen, 174 fördernde Mitglieder unterstützen sie über den Förderverein.

Mit Freude teilte Kassiererin Sandra Bühler mit, dass sie nach drei mageren Jahren wieder über ein positives Ergebnis in der Kasse berichten könne. Dieses führte sie auf konsequente Einsparungen und auf zwei außergewöhnliche Ereignisse zurück, bei denen die Kurkapelle beziehungsweise der Förderverein zu Einnahmen kamen. Die Kassenprüfer Andrea Springmann und Werner Schnurr attestierten der Kassiererin eine vorbildliche Kassenführung, womit dem Antrag auf Entlastung einstimmig entsprochen wurde. Die weitere Vorstandschaft wurde ebenfalls einstimmig entlastet. Als neue Kassenprüfer wurden Tatjana Bohnert und Rolf Schmälzle gewählt, darüber hinaus gab es keine Neuwahlen.

Alle Hochachtung sprach Vorsitzender Christoph Baßler im Namen der Kurkapelle Dietmar Bohnert für 55 aktive Musikerjahre sowie Hans Fischer und Heinz Bohnert für ihr 50-jähriges Musikerjubiläum aus. Hans Fischer und Heinz Bohnert erfuhren zudem die Ehrung durch den BDB, Urkunde und Ehrennadel überreichte der Präsident des Acher-Renchtal-Musikverbandes Klaus-Peter Mungenast. „Ehrungen dieser Kategorie sind etwas Außergewöhnliches“, betonte der Präsident bei der Übergabe der Urkunden und Ehrennadeln und stellte die beiden Jubilare als Vorbilder heraus, von denen die jungen Musiker nur profitieren könnten. Der Kurkapelle gratulierte Klaus-Peter Mungenast dazu, wie sie in einem sehr guten sozialen und musikalischen Miteinander drei Generationen vereine. Für 20 Jahre Musikeraktivität wurden Andreas Kiesel, Hans-Martin Schnurr und Andrea Springmann geehrt. Das Jungmusikerleistungsabzeichen erhielten: in Gold: Yvonne Mägerle, Eva Reimer; in Silber: Sofia Benz, Jana Steimle; in Bronze: Veronika Benz, Roland Benz, Simon Benz, Carolin Pillin, Johannes Springmann. Ein Dankeschön für die gute Jugendarbeit ging an Stefan Probst, den Dirigenten der Jugendkapelle Seebach-Ottenhöfen-Furschenbach. Dirigent Hilger Honauer zeigte sich mit dem Engagement seiner Musikerinnen und Musiker vollauf zufrieden und nannte als hauptrangiges Ziel, die talentierten Jungmusiker so in die Kurkapelle zu integrieren, dass sie das jährliche Programm mit bestreiten. In dieser Hinsicht gelte es perspektivisch zu denken, denn in dem kommenden Jahren sei damit zu rechnen, dass gestandene Musiker ihren Abschied nehmen. Er sei stets offen für neue Wege und aus seiner Sicht stehe der weiteren, erfolgreichen Zusammenarbeit in den nächsten Jahren nichts entgegen. Im Namen der Gemeinde dankte Bürgermeisterstellvertreter Bernd Bäuerle der Kurkapelle für ihre musikalisch stets eindrucksvollen Auftritte und bezeichnete sie als Aushängeschild der Gemeinde.

Berthold Gallinat

 
14. Februar 2009 - Gelungene Einweihungsfeier für das Depot der Kurkapelle
Am vergangenen Samstag wurde das neue Depot der Kurkapelle Ottenhöfen im alten Schulhof seiner Bestimmung übergeben. Nach dem Eröffnungsmarsch begrüßte der Vorsitzende Christoph Baßler Herrn Pfarrer Benz, Herrn Bürgermeister Klotz, einige Mitglieder des Gemeinderates, sowie Vertreter von Firmen, welche dieses Projekt unterstützt hatten.
Die bereits über sechs Jahre alte Idee, ein großes Lagerdepot für Festmaterial zu errichten, ist nun in die Wirklichkeit umgesetzt worden. Durch die Unterstützung seitens der Gemeinde sowie durch Material und Gerät der verschiedenen Firmen konnte der Bau erfolgreich abgeschlossen werden. Zur materiellen Unterstützung kamen über 1000 ehrenamtliche Helferstunden der Vereinsmitglieder. 
 
Pfarrer Benz segnete das Depot und wünschte den Musikerinnen und Musikern bei den Vereinstätigkeiten immer Gottes Segen. Gleichzeitig bedankte er sich bei den Aktiven der Kurkapelle für ihren Einsatz bei kirchlichen Anlässen.

Nach dem Marsch "Hoch Badnerland" hatten alle Anwesenden die Möglichkeit bei einem Glas Sekt das neue Depot zu besichtigen.
 
11. Januar 2009 - Neunmal Edelmetall für die Kurkapelle
Am Sonntagabend wurden die Jungmusiker Leistungsabzeichen (JMLA) im Kurhaus Alde Gott in Sasbachwalden verliehen. In allen drei Kategorien, Bronze - Silber - Gold, waren Musikerinnen und Musiker der Kurkapelle Ottenhöfen vertreten. Bronze ging an Simon Benz, Roland Benz, Veronika Benz, Caroline Pillin und Johannes Springmann. Silber absolvierten Jana Steimle und Sophia Benz. Yvonne Mägerle und Eva Reimer stellten sich im vergangenen Jahr erfolgreich der Prüfung zum Gold-Abzeichen an der Musikakademie des Bund Deutscher Blasmusikverbände (BDB) in Staufen.

1. Reihe: Johannes Springmann
2. Reihe v.l.: Caroline Pillin, Roland Benz, Veronika Benz,
Simon Benz
3. Reihe v.l.: Jana Steimle, Eva Reimer, Christoph Baßler (Vorstand), Yvonne Mägerle, Sophia Benz